Wirtschaft
Protest vor dem Tepco-Hauptquartier (Archivbild).
Protest vor dem Tepco-Hauptquartier (Archivbild).(Foto: picture alliance / dpa)

Folgen der Atom-Katastrophe: Auf Fukushima folgt "VEB Tepco"

Der Energieversorger Tepco kommt nach der Atom-Katastrophe von Fukushima nicht mehr auf die Beine. Milliardenbelastungen setzen dem Konzern zu und treiben ihn in die Arme des Staates. Der könnte für dringend benötigtes Kapital sorgen. Einziges Problem: Der Tepco-Chef muss zustimmen - und derzeit ist Tepco führungslos.

Gut ein Jahr nach der Atomkatastrophe von Fukushima steht der angeschlagene japanische Energieversorger Tepco vor der Verstaatlichung. Der Staat wolle sich mit 1 Billion Yen (rund 9 Mrd. Euro) an dem Konzern beteiligen und werde seinen Anteil möglicherweise auf mehr als zwei Drittel erhöhen, meldete die Wirtschaftszeitung "Nikkei". Wenn der künftige Firmenchef zustimme, werde Tepco den Plan prüfen. Tepco sucht derzeit händeringend einen neuen Vorstandschef.

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Wie mit den Verhandlungen vertraute Personen berichtet hatten, bat Tepco die Regierung um eine Finanzspritze in Höhe von 1 Billion Yen. Der Konzern benötige die Hilfen, um seine angeschlagenen Finanzen in Ordnung zu bringen. Die Firma benötige weitere Milliarden, um die Opfer der Atomkatastrophe vom März 2011 abzufinden.

Wettlauf mit der Zeit

Ein Erdbeben und ein anschließender Tsunami hatten in Fukushima einen Super-GAU verursacht. In der Folge mussten Zehntausende Menschen ihre Heimat verlassen. Es war die schwerste Atomkatastrophe seit dem Reaktorunglück im ukrainischen Tschernobyl im Jahr 1986.

In einem Wettlauf mit der Zeit bemüht sich derweil die japanische Regierung darum, zwei Reaktoren des von Kansai Electric Power betriebenen Atomkraftwerks Ohi rasch wieder ans Netz anzuschließen. Experten zufolge wird die Regierung von der Sorge getrieben, dass eine komplette Schließung Ohis Atomkraftgegnern in die Hände spielen könnte.

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Quelle: n-tv.de

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