Wirtschaft
Deutschlands Baustellen sind in diesem Winter nicht verwaist.
Deutschlands Baustellen sind in diesem Winter nicht verwaist.(Foto: picture alliance / dpa)

Winterpause fällt aus: Auf dem Bau herrscht Hochbetrieb

Ein harter Winter bleibt Deutschland erspart. Die Wintersportler sind davon gar nicht begeistert. Für das Bauhauptgewerbe ist die milde Witterung dagegen ein Segen. Umsatzmäßig geht es im Januar kräftig bergauf.

Der milde Winter und die gute Konjunktur haben die Lage am Bau zum Jahresstart deutlich verbessert. Im Januar lag der Wert der neuen Aufträge preisbereinigt 10,6 Prozent über dem Januar 2013, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Der monatliche Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes stieg auf Jahressicht um 21,7 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro.

"Aufgrund der milden Witterung fiel die Winterpause aus, die Bauunternehmen konnten durcharbeiten", erklärte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Allerdings dürfe die gute Entwicklung nicht überbewertet werden, ist sie doch zum Teil nur statistisch durch den schwachen Vorjahresmonat begründet: "Der harte Winter im vergangenen Jahr hatte im Januar 2013 zu einem Umsatzeinbruch von 11 Prozent geführt."

Im milden Januar 2014 konnten knapp 25 Prozent mehr Arbeitsstunden geleistet werden als im Vorjahr, nämlich 54,1 Millionen. Die Zahl der Beschäftigten war mit 721 000 aber nur 0,9 Prozent höher als vor einem Jahr.

Für die kommenden Monate sieht sich die Branche gut aufgestellt. Der Hauptverband bestätigte seine frühere Prognose für 2014, wonach sich der Umsatz nochmals um 3,5 Prozent verbessern und die Beschäftigung um 1,1 Prozent auf 765 000 Mitarbeiter ansteigen werde. Damit würde das Job-Niveau aus dem Jahr 2004 wieder erreicht.

Quelle: n-tv.de

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