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Das Aurubis-Werk Ost in Hamburg.
Das Aurubis-Werk Ost in Hamburg.(Foto: picture alliance / dpa)

Europas größte Kupferhütte: Aurubis-Chef setzt auf Expansion

Jürgen Schachler will Europas Kupferhütte auf Wachstumskurs bringen. Der neue Aurubis-Chef erklärt nun den Aktionären seine Pläne. Die werden vom Rekordgewinn im vergangenen Jahr beflügelt – zurzeit ist die Lage aber nicht mehr so rosig.

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Der neue Aurubis -Chef Jürgen Schachler will die Expansion vorantreiben. Die Basis von Europas größter Kupferhütte sei seit 150 Jahren Hamburg, aber das Unternehmen strebe schon länger hinaus in die Welt. "Und dieses Hinausstreben in die Welt bedarf sicherlich einiger Veränderungen in den Charakteren", sagte Schachler vor den Aktionären. Der 61-Jährige stellte sich zu Beginn der Hauptversammlung erstmals den Aktionären vor und nannte noch keine Details seiner Pläne. Er werde im Sommer mit seiner Familie nach Hamburg ziehen.

Der Aufsichtsrat hatte Schachler bereits im Oktober zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Bis zu seinem Amtsantritt am 1. Juli führt Finanzvorstand Erwin Faust den Konzern mit mehr als 6000 Beschäftigten, an dem der Stahlkocher Salzgitter  maßgeblich beteiligt ist. Schachler kommt vom Stahlkonzern ArcelorMittal, wo er zuletzt den Geschäftsbereich Flachprodukte in Südwest Europa mit 10.000 Mitarbeitern leitete. Aurubis macht sein Hauptgeschäft in Europa.

Der Konzern verfügt neben der Kupferproduktion am Hauptsitz in Hamburg, über Standorte in Lünen und Stolberg (NRW), eine Kupferhütte im bulgarischen Pirdop und einen Standort in Buffalo in den USA. Dort ist Aurubis seit der Übernahme der Wälzproduktsparte von Luvata im Jahr 2011 aktiv. Schachlers Vorgänger hatten in den vergangenen Jahren Möglichkeiten für weitere Zukäufe ausgelotet, waren aber nicht fündig geworden.

Als mögliche Regionen waren Asien und Südamerika im Visier. Schwerpunkt der Arbeit des Vorstands war bisher das Wachstum aus eigener Kraft. Im laufenden Jahr erwartet Aurubis wegen eines Wartungsstillstands der Hütte in Bulgarien einen deutlichen Gewinnrückgang. Außerdem wird weltweit mit einer geringeren Kupfernachfrage gerechnet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 hatte der Konzern einen Rekordgewinn erzielt. Daraus soll den Aktionären eine auf 1,35 (Vorjahr 1,00) Euro erhöhte Dividende zufließen. 

Quelle: n-tv.de

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