Wirtschaft

1100 Mitarbeiter verlieren JobAus auch für Schlecker XL

28.06.2012, 19:19 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Pleiteserie des Schlecker-Imperiums geht weiter: Nach den Schlecker-Märkten beschließen die Gläubiger nun auch die Abwicklung der "Schlecker XL"-Märkte. Damit stehen weitere 1100 Mitarbeiter auf der Straße. Wie schon bei den Stammfilialen will sich kein Investor an den Kündigungsschutzklagen die Finger verbrennen.

Nach dem Aus für die Drogeriekette Schlecker ist auch das Ende der Tochtergesellschaft Schlecker XL besiegelt worden. Insolvenzverwalter Werner Schneider teilte mit, der Gläubigerausschuss sehe keine wirtschaftlich vertretbare Perspektive für die Fortführung von Schlecker XL. Daher sei entschieden worden, das Unternehmen mit rund 350 Filialen nicht fortzuführen. "Rund 1110 Mitarbeiter werden zu meinem großen Bedauern jetzt ihren Arbeitsplatz verlieren", erklärte er.

Nach der Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker war die Zukunft der Tochter-Gesellschaften Ihr Platz und Schlecker XL zunächst offen geblieben. "Leider konnte kein Komplettverkauf von Schlecker XL zusammen mit Ihr Platz erzielt werden", erklärte Schneider. Mögliche Investoren hätten ein zu großes Risiko im Zusammenhang mit Kündigungsschutzklagen gesehen. Nun würden Verhandlungen mit dem Betriebsrat aufgenommen. Die Schlecker XL-Mitarbeiter würden nun bis Mitte Juli ihre Kündigungsschreiben erhalten.

Am Mittwoch hatten die letzten Läden der insolventen Drogeriekette Schlecker für immer ihre Türen geschlossen. Die fast 14.000 zuletzt noch verbliebenen Beschäftigten erwarten in den kommenden Tagen ihre Kündigungen. Der Ausverkauf in den 2800 noch bestehenden Läden war am 8. Juni gestartet worden, nachdem sich die Gläubigerversammlung drei Tage zuvor auf die Zerschlagung der hochverschuldeten Drogeriemarkt-Kette geeinigt hatte.

Quelle: ntv.de, nne/AFP