Wirtschaft
Der Kunde kommt: Verbraucher sorgen im Juni für steigende Pkw-Verkäufe.
Der Kunde kommt: Verbraucher sorgen im Juni für steigende Pkw-Verkäufe.(Foto: AP)

Trostpflaster USA: Autohersteller steigern Verkäufe auf US-Markt

Auf dem Heimatmarkt läuft es eher mau - doch in Übersee steigt die Nachfrage nach BMW, Daimler und Co. Angesichts guter Konjunkturdaten legen die Kunden in den USA ihre Zurückhaltung ab und gönnen sich wieder neue Autos. Fast ausnahmslos können die großen Hersteller ihren Absatz steigern. Nur Volkswagen kann mit seiner Kernmarke nicht profitieren - dafür aber mit einer Tochter.

Die kräftige Nachfrage nach Pick-up-Trucks und SUVs hat den Autobauern in den USA im Juni zu starkem Wachstum verholfen. Viele Amerikaner blicken wegen der Erholung des US-Immobilienmarktes zuversichtlicher in die Zukunft und tauschen ihre in die Jahre gekommenen Autos gegen neue Modelle ein. Dabei greifen sie gerne bei großen und für die Autobauer renditeträchtigen Fahrzeugen zu.

Davon profitierten insbesondere die großen US-Autobauer General Motors (GM), Ford und Chrysler, die den stärksten Juni seit Ausbruch der Finanzkrise feierten. "Amerikanischen Familien geht es besser als zu Jahresbeginn und sie glauben, dass die Wirtschaft weiter wächst", sagte GM-Chefvolkswirt Mustafa Mohatarem.

In der Folge verkaufte GM im Juni mit 265.000 Wagen 6,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Ford legte um 13,4 Prozent auf fast 236.000 Fahrzeuge zu. Chrysler brachte knapp 157.000 Wagen an die Kunden - ein Plus von acht Prozent.

Absatzzuwächse verbuchten auch BMW und Daimler. Die Münchener erhöhten den Absatz ihrer Kernmarke um 24,6 Prozent auf gut 27.000 Autos. Daimler übergab 24.415 Autos der Marke Mercedes an die Kunden, ein Plus von 9,8 Prozent. Gegen den Trend entwickelten sich indes die Verkaufszahlen von Europas Branchenprimus Volkswagen. Der Absatz der Wolfsburger Kernmarke VW schrumpfte um 3,2 Prozent auf rund 37.000 Autos. Besser schlug sich die Tochter Audi, deren Verkäufe um 8,2 Prozent auf 13.700 Autos zulegten. Auch bei Audi griffen die Kunden gerne zu großen Modellen: Der Absatz des Luxus-SUV Q7 stieg um 78,3 Prozent. Audi erwarte 2013 das dritte Rekordjahr in Folge, sagte Mark Del Rosso von der amerikanischen Audi-Tochter.

Während VW der Konkurrenz in den USA hinterherfährt, bleibt der Rivale Toyota auf der Überholspur. Die Japaner übergaben gut 195.000 Fahrzeuge an die Kunden und damit zehn Prozent mehr als vor einem Jahr. Nissan steigerte den Absatz sogar um 13 Prozent auf gut 104.000 Wagen.

Quelle: n-tv.de

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