Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Starker Endspurt: Automarkt nähert sich Abwrackprämien-Jahr

Mit Kaufanreizen befördert die Bundesregierung nach der Wirtschaftskrise den Autoabsatz. In den Jahren danach reichen die Verkäufe nicht an das geförderte Niveau heran. Es dauert bis jetzt. Doch der Branchenverband bremst die Erwartungen.

Der deutsche Automarkt ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Dank des starken Jahresendspurts wurden insgesamt 3,2 Millionen Neuwagen an Kunden übergeben, wie der Branchenverband VDA mitteilte. Das waren sechs Prozent mehr als im Vorjahr und zugleich der höchste Stand seit 2009. Damals war er Absatz von der Umweltprämie angekurbelt worden.

Rund 2,3 Millionen der Fahrzeuge davon stammten von deutschen Herstellern, knapp 900.000 von ausländischen, wie es weiter hieß. Allein im Dezember legte die Zahl der Auslieferungen um acht Prozent auf 247.300 zu. Zu dem deutlichen Anstieg habe auch ein zusätzlicher Arbeitstag beigetragen, hieß es. Allerdings hatten Experten in dne vergangenen Monaten bereits wiederholt darauf verwiesen, dass die guten Absatzzahlen durch einen hohen Anteil an Firmenzulassungen und Kaufanreize.

Die Zahlen zeigten "die gegenwärtige Dynamik des deutschen Pkw-Marktes", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Unter anderem mache auch der Auftragseingang zuversichtlich. So gingen im vergangenen Jahr rund sieben Prozent mehr Bestellungen ein. Allein im Dezember stiegen die Order um 15 Prozent.

Dennoch mahnte er vor zu viel Zuversicht. "Angesichts der Produktions- und Exportzahlen sollte die gute Inlandslage nicht überbewertet werden. Der Wettbewerb auf den internationalen Märkten wird härter. Die Volatilität nimmt zu", sagte er. In Deutschland wurden laut VDA 2015 gut 5,7 Millionen Pkw produziert, was einem Plus von mehr als zwei Prozent im Vergleich zu 2014 entspricht. Der Pkw-Export legte um drei Prozent auf 4,4 Millionen Neuwagen zu. Der Export von Fahrzeugen ging im Dezember um vier Prozent auf 283.900 Autos zurück. Die Produktion fiel um ein Prozent auf 361.700 Stück.

Quelle: n-tv.de

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