Wirtschaft
BASF-Synthesegasanlage in Ludwigshafen.
BASF-Synthesegasanlage in Ludwigshafen.(Foto: picture alliance / dpa)

Plan wird verwirklicht: BASF und Gazprom tauschen Anteile

Die BASF trennt sich jetzt von ihrem Gashandels- und Speichergeschäft und forciert dafür die Öl- und Gasförderung. Die Ludwigshafener setzen nun den mit dem russischen Konzern Gazprom vereinbarten Deal um.

Das deutsche Chemieunternehmen BASF und der russische Energiekonzern Gazprom wollen einen Ende 2014 gestoppten Tausch von Firmenanteilen nun wie geplant zu Ende bringen. Die BASF in Ludwigshafen teilte mit, sie wolle sich von ihrem Gashandels- und Speichergeschäft trennen und dafür ihre Öl- und Gasförderung weiter ausbauen. Bis zum Jahresende solle die Aktion beendet sein.

BASF und Gazprom hatten den Tausch wertgleicher Vermögensteile bereits im Dezember 2013 vereinbart, ihn aber ein Jahr später wegen der Spannungen zwischen Europa und Russland wegen des Ukraine-Konflikts gestoppt. Die EU-Kommission hatte der Transaktion bereits Ende 2013 zugestimmt.

Die hundertprozentige BASF-Tochter Wintershall erhält demnach den wirtschaftlichen Gegenwert von 25 Prozent plus einen Anteil an zwei Blöcken eines Erdgasfelds in Westsibirien, die gemeinsam von beiden Unternehmen erschlossen werden sollen. Im Jahr 2018 soll die Produktion anlaufen, pro Jahr sollen mindestens acht Milliarden Kubikmeter Gas gefördert werden.

Hälfte von Wintershall Nordzee an die Russen

Im Gegenzug überträgt Wintershall ihre Beteiligung an dem bislang gemeinsam betriebenen Erdgashandels- und Speichergeschäft an den langjährigen Partner Gazprom. Dazu zählen laut BASF unter anderem die 50-prozentigen Anteile an den Erdgas-Handelsgesellschaften Wingas und am Wintershall Erdgashandelshaus Berlin (WIEH) sowie die Anteile an der Speichergesellschaft Astora und an den deutschen Erdgasspeichern in Rehden und Jemgum.

Außerdem wird sich Gazprom zu 50 Prozent an der Wintershall Nordzee beteiligen, die in der südlichen Nordsee vor den niederländischen, britischen und dänischen Küsten Erdöl und Erdgas sucht und fördert. Ihre Zusammenarbeit beim Transport von Erdgas wollen beide Unternehmen fortsetzen.

Quelle: n-tv.de

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