Wirtschaft

Knabbern an Spaniens Immobilienkrise: BBVA blutet stark

Die in Spanien grassierende Immobilienkrise setzt der Bank BBVA kräftig zu. Das Geldinstitut verzeichnet im dritten Quartal massiven Gewinneinbruch. Die BBVA leidet aber auch an den verschärften Vorschriften für die Banken.

Die spanische Bank BBVA hat wegen hoher Verluste im Geschäftmit Immobilienkrediten im dritten Quartal einen herben Gewinneinbruch hinnehmenmüssen. Netto verdiente das zweitgrößte Geldhaus Spaniens nur noch 146 MillionenEuro, das war ein Rückgang um 82 Prozent.

BBVA war dabei auch Opfer verschärfter Vorschriften fürdie Banken des Landes. Die Regierung hatte die Institute verpflichtet, strengereMaßstäbe bei der Beurteilung ihrer ausgegebenen Hypothekenkredite anzulegen.

BBVA betonte, sie habe nun zwei Drittel des Weges beider Bildung der notwendigen Rückstellungen hinter sich. In den ersten neun Monatenbeliefen sich die Kosten hierfür auf 2,9 Milliarden Euro, alleine im dritten Quartalwaren es 1,6 Milliarden Euro. Im vierten Quartal soll nochmals eine Summe in fastdieser Höhe zurückgestellt werden.

Seit dem Platzen der Immobilienblase in Spanien fallendie Hauspreise, und viele Eigentümer können angesichts der hohen Arbeitslosigkeitihre Hypothekenkredite nicht mehr abbezahlen. Das aktuelle Geschäft läuft dagegen gut für die Spanier. Der Zinsüberschuss stiegim dritten Quartal um 18 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro.

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Quelle: n-tv.de