Wirtschaft
Mark Zuckerberg bei seinem Besuch in Berlin. Wann und wo er dabei gesehen wird, wollte der Unternehmer gerne selbst entscheiden.
Mark Zuckerberg bei seinem Besuch in Berlin. Wann und wo er dabei gesehen wird, wollte der Unternehmer gerne selbst entscheiden.(Foto: dpa)

Facebook-Gründer bleibt im Flieger: BER-Chef verschreckt Zuckerberg

Ein herzlicher Willkommensgruß und ein kleiner PR-Coup sollen es werden: Als Mark Zuckerberg neulich in Berlin landet, wartet schon BER-Chef Karsten Mühlenfeld. Doch der Facebook-Gründer ist über die Überraschung stinksauer.

Nach seinem Besuch in Berlin ist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg eine Person in der Hauptstadt in schlechter Erinnerung geblieben: BER-Chef Karsten Mühlenfeld. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, beschwerte sich der junge Unternehmer im Nachhinein, dass der Flughafenboss seinen Wunsch einer diskreten Anreise glatt ignoriert habe.

Vor seiner Reise hatte das US-Unternehmen Private Jet Services, das die Flüge von Zuckerbergs Privatflugzeug organisiert, darum gebeten, Ankunftsort und -zeit streng geheim zu halten. Doch als die Maschine auf dem Vorfeld zum Stehen kam, empfingen Mühlenfeld nebst Gattin und einem Team aus der Pressestelle des Flughafenbetreibers den Gast. Sie trugen ein großes Schild bei sich: "Welcome to Berlin Mark Zuckerberg".

Doch die freundlich gemeinte Geste kam nicht gut an. Zuckerberg soll darüber sehr verärgert gewesen sein. Der Boden-Dienstleister Berlin Aviation Service - kurz BAS - reichte die Beschwerde aus den USA in einer E-Mail an den BER weiter. Die BAMS zitiert daraus: "Herr Zuckerberg weigerte sich auszusteigen. Nach circa 15 bis 20 Minuten verließ Herr Mühlenfeld schließlich den Ort, und wir konnten das Handling in Ruhe zu Ende führen."

BER-Chef wollte Foto für Facebook

Die Posse am Rollfeld führte zu einigen ärgerlichen Mailwechseln und Telefonaten: Der wütende Chef von Private Jet Services, Greg Raiff, rief laut BAMS bei BAS an. Eine Mitarbeiterin der Berliner Firma sagte über das Gespräch: Raiff habe "so etwas noch nie in seinem Leben erlebt". Auch für BAS sei so ein Vorfall neu.

Mühlenfeld selbst sieht die Geschichte offenbar gelassen und ist sich keiner Schuld bewusst. Ein Sprecher sagte der BAMS, Mühlenfeld wolle auch in Zukunft selbst entscheiden, wen er persönlich auf dem Vorfeld begrüßt. "Herr Zuckerberg wollte das nicht, das haben wir akzeptiert. Es wäre ein schönes Bild gewesen, das wir auch bei Facebook gepostet hätten."

Zuckerberg und Mühlenfeld haben also eine gute halbe Stunde ihres Lebens für nichts vergeudet - der eine aus falsch verstandener Gastfreundschaft, der andere aus Sturheit und dem Wunsch nach Privatsphäre bei einem sonst höchst öffentlichen Besuch - man denke nur an die Fotos von Zuckerberg beim Joggen durchs Brandenburger Tor. Fragt sich, für welchen der beiden Protagonisten die Geschichte am Ende peinlicher ist.

Quelle: n-tv.de

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