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Sitzung des Sonderausschusses BER im Brandenburger Landtag: Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider (l.) betritt mit Flughafenchef Karsten Mühlenfeld den Sitzungssaal.
Sitzung des Sonderausschusses BER im Brandenburger Landtag: Flughafenkoordinator Rainer Bretschneider (l.) betritt mit Flughafenchef Karsten Mühlenfeld den Sitzungssaal.(Foto: dpa)

"Nicht Druck aus Kessel nehmen": BER-Chef vertröstet Abgeordnete

Wann geht der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb? Eine neue, verbindliche Antwort auf diese Frage will Flughafenchef Mühlenfeld erst im Herbst abgeben. Sein Schachzug soll dazu dienen, "Gelassenheit auf der Baustelle" zu verhindern.

Die neuerlichen Verzögerungen bei den Baugenehmigungen drohen den Zeitplan für den neuen Hauptstadtflughafen komplett durcheinanderzuwerfen. Eine Entscheidung, ob der Airport wie geplant Ende 2017 eröffnet werden kann, soll es nun erst im Oktober geben.

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"Wir wollen nicht den Druck aus dem Kessel nehmen, sonst zieht wieder Gelassenheit auf der Baustelle ein", sagte Flughafenchef Karsten Mühlenfeld im Flughafenausschuss des Brandenburger Landtags. Eine Eröffnung müsse den Fluggesellschaften zwei Flugplanwechsel zuvor angekündigt werden, erläuterte er. "Wir gehen aber davon aus, dass wir bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung am 22. April die Nachfragen der Baubehörde zum 5. Nachtrag weitgehend abgearbeitet haben", sagte Mühlenfeld.

Ungelöste Probleme im Terminal

Kritisch seien insbesondere noch Fragen der Entrauchung an der Schnittstelle zwischen Bahnhof und Terminal. Erst am Freitag hatte Mühlenfeld angekündigt, den endgültigen Termin bei der Aufsichtsratssitzung bekanntzugeben.

Für den geplanten Weiterbetrieb des alten Schönefelder Terminals muss nach Angaben von Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider kein neues Verfahren zur Planfeststellung eröffnet werden. Die Flughafengesellschaft will die alten Flugsteiganlagen in Schönefeld für die Abfertigung weiterbetreiben und ausbauen, weil die erwarteten Passagierzahlen im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen stark gewachsen sind.

Dafür ist allerdings eine Art Übergangslösung erforderlich: Viele Fluggäste müssten dann womöglich nach dem Einchecken im alten Terminal mit Bussen zum neuen Flughafen BER gebracht werden. Grund dafür ist, dass durch den Bau des neuen Regierungsterminals Abfertigungspositionen verloren gehen. Die Flughafengesellschaft soll dazu im April ein Konzept vorlegen.

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Quelle: n-tv.de

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