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Der künftige Hauptstadtflughafen soll im zweiten Halbjahr 2017 eröffnet werden.
Der künftige Hauptstadtflughafen soll im zweiten Halbjahr 2017 eröffnet werden.(Foto: picture alliance / dpa)

Ruf Deutschlands auf dem Spiel: BER will Baufirmen in die Pflicht nehmen

Die Kritik rund um den künftigen Hauptstadtflughafen geht meist an die Adressen der Flughafengesellschaft und des Aufsichtsrats. Der Bauherr will die Last anscheinend anders verteilen. Die Partner auf der Baustelle sollen nun mehr in den Vordergrund treten.

Mehr als vier Jahre nach dem ersten geplatzten Eröffnungstermin läuft es auf der Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens offenkundig noch immer nicht rund. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld rief die Firmen Imtech, Siemens, Caverion, Bosch und T-Systems zu einer besseren Zusammenarbeit auf. "Was wir wollen ist, dass wir mit den Firmen ein gemeinsames Team bilden, welches an einen Strang zieht, um den BER fertig zu bekommen - nach dem Prinzip "Einer für alle und alle für einen", sagte Mühlenfeld.

Ein Treffen beim Regierenden Bürgermeister und Flughafenaufsichtsratschef Michael Müller im Roten Rathaus in dieser Woche soll die Firmen in den Blickpunkt rücken. Es gehe darum, allen die "Ernsthaftigkeit der Situation" zu vermitteln, hatte der SPD-Politiker Müller angekündigt.

Mühlenfeld kritisierte, die Medien schöben die Verantwortung für Probleme primär der Flughafengesellschaft zu. "Ich habe noch nichts gelesen über die großen Baufirmen, die wir da haben." Es gehe bei dem Projekt in gewissem Maße um die Reputation Deutschlands.

Im Terminal läuft vor allem die Sanierung der Brandschutzanlage. Während das Gebäude in der Bauphase immer wieder größer geplant wurde, wurde die Steuerung nicht angepasst. In ersten Segmenten ist die Anlage nach Flughafen-Berechnungen inzwischen beherrschbar. "Aber 'proof of the pudding' (die entscheidende Bewährungsprobe) werden natürlich erst die Heißgasrauchversuche sein, wenn die Entrauchung im Realfall getestet wird", sagte Mühlenfeld.

Nach vier geplatzten Eröffnungsterminen seit 2011 soll der drittgrößte deutsche Flughafen nun im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen. Der Zeitplan enthielt ursprünglich einen Puffer von sechs Monaten, der nach Flughafenangaben nun zur Hälfte aufgebraucht ist. Mühlenfeld machte deutlich, dass der Airport nicht zwangsläufig zum Start des Winterflugplans Ende Oktober 2017 in Betrieb gehen muss. Auch ein Start im November oder Dezember ist demnach möglich. Ob 2017 zu halten ist, hängt stark davon ab, ob die Behörden im Frühjahr Nachträge zur Baugenehmigung billigen, in denen der Umbau der Entrauchungsanlage niedergelegt ist.

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Quelle: n-tv.de

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