Wirtschaft
Noch immer steht in den Sternen, wann der BER seinen Betrieb aufnimmt.
Noch immer steht in den Sternen, wann der BER seinen Betrieb aufnimmt.(Foto: dpa)
Samstag, 15. Juli 2017

Größerer Verlust droht: BER zieht Flughafengesellschaft runter

Das Fluggästeaufkommen in Berlin steigt seit Jahren - trotz BER-Desasters. Die Flughäfen Tegel und Schönefeld arbeiten am Anschlag. Dennoch fährt die Flughafengesellschaft rote Zahlen ein. Und das hat mit der ewigen BER-Baustelle zu tun.

Die Baustelle für den neuen Hauptstadtflughafen BER hält die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft trotz kräftiger Umsatzzuwächse in den roten Zahlen. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von 120 Millionen Euro, wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht. Im vergangenen Jahr lag das Minus bei 101 Millionen Euro. Das laufende Geschäft lag im Plus.

"Schauen wir allein auf diesen Bereich, sind wir ein solide aufgestelltes Unternehmen", erklärte die Geschäftsführung. Für rote Zahlen sorgten aber die Belastungen durch die Hängepartie beim BER. Die Flughafengesellschaft rechnet damit, dass die Passagierzahlen in diesem Jahr weniger stark wachsen als zuletzt.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup erwartet in Tegel (TXL) und Schönefeld (SXF) insgesamt rund 34 Millionen Fluggäste nach knapp 33 Millionen im Vorjahr. Höhere Gebühren sowie steigende Mieteinnahmen und Grundstücksverkäufe sollen den Umsatz insgesamt aber um rund 10 Prozent steigen lassen. Im vergangenen Jahr gab es ein Plus von 14 Prozent auf 372 Millionen Euro.

Neue Einnahmequellen erhofft sich das Unternehmen vor allem abseits des Flugbetriebs, durch Dienstleistungen für Passagiere und die Vermarktung von Gewerbeflächen. "Dafür sind wir auf die baldige Eröffnung des BER und die Schließung von Tegel angewiesen." Der drittgrößte deutsche Flughafen sollte eigentlich vor knapp sechs Jahren in Betrieb gehen. Nun ist die Inbetriebnahme für 2018 geplant.

Quelle: n-tv.de

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