Wirtschaft
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Deutsche Bank findet Käufer: BHF-Bank soll an RHJ gehen

Die Deutsche Bank wird ihre Tochter BHF nun bald los. Einem Medienbericht zufolge ist der Finanzinvestor RHJ International zur Übernahme bereit. Allerdings hat dabei die Finanzaufsicht Bafin noch ein Wörtchen mitzureden.

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Nach langer Hängepartie steht die Deutsche Bank Finanzkreisen zufolge unmittelbar vor dem Verkauf ihrer Tochter BHF an den Finanzinvestor RHJ International. Beide Seiten wollten ihre Einigung am Donnerstag bekanntgeben, verlautete aus Verhandlungskreisen. Die "Welt" berichtete, RHJ wolle zusammen mit drei Co-Investoren rund 400 Millionen Euro für die BHF zahlen.

Entscheidend ist nun, ob die Finanzaufsicht Bafin den Plan absegnet. Üblicherweise reichen die Vertragspartner einen Genehmigungsantrag ein, sobald sie alle Dokumente unterschrieben haben. RHJ habe nun bereits einen Antrag in Aussicht gestellt, sagte eine Person aus dem Umfeld der Bafin. RHJ und die Finanzaufsicht wollten sich nicht dazu äußern. Auch die Deutsche Bank gab keine Stellungnahme dazu ab.

Die vom ehemaligen Dresdner-Bank-Vorstand Leonhard Fischer geführte RHJ hat bereits einen gescheiterten Anlauf zur Übernahme der BHF hinter sich. Zuletzt hatte die Bafin von RHJ eine Nachbesserung der Pläne für die Übernahme verlangt.

Dem Investor fehlte es Finanzkreisen zufolge an Eigenkapital, um die Bank zu finanzieren. RHJ habe sein Konzept mittlerweile nachgebessert, um die Aufsicht zu überzeugen, berichtete die "Welt" unter Berufung auf Kenner der Gespräche.

Neben den bereits früher in Finanzkreisen genannten Co-Investoren Blackrock aus den USA und Fosun aus China sei nun auch der BMW-Großaktionär Stefan Quandt mit von der Partie, berichtete die Zeitung. Ein Sprecher von Quandts Beteiligungsgesellschaft Aqton habe sich dazu nicht äußern wollen.

Quelle: n-tv.de

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