Mittwoch, 10. Februar 2010
Erwartungen übertroffen: BHP bleibt vorsichtig
(Foto: REUTERS)
Der weltgrößte Minenbetreiber BHP Billiton hat im ersten Halbjahr seinen Gewinn mehr als verdoppelt, sich aber für das Gesamtjahr weiterhin vorsichtig gezeigt. Der Nettogewinn kletterte im Zeitraum Juli bis Dezember auf 6,14 (2,62) Milliarden US-Dollar.
Allerdings hatte der Konzern im Vorjahreszeitraum 3,3 Milliarden Dollar auf sein gescheitertes Nickel-Geschäft Ravensthorpe abschreiben müssen. Diesen und andere Sondereffekte herausgerechnet fiel das Nettoergebnis um sieben Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar. Das war aber deutlich mehr als von Analysten mit 5,1 Milliarden Dollar erwartet. Der BHP-Umsatz ging im Halbjahr um 17,5 Prozent auf 24,58 Milliarden Dollar zurück.
Was die weitere Geschäftsentwicklung angeht, zeigte sich BHP vorsichtig. Die Konjunktur habe sich weltweit zwar wieder erholt. Es sei jedoch unklar, wie schnell und wie stark sich diese Belebung vor allem in den entwickelten Ländern fortsetzen werde, hieß es im australischen Melbourne. Die Rohstoffmärkte hingen vor allem an der Nachfrageentwicklung in China und Indien, und die restriktivere Geldpolitik in China könne sich durchaus bemerkbar machen, warnte BHP.
Der Konzern berichtete über eine Verschuldungsquote von nur 15,1 Prozent und Nettoverbindlichkeiten von 7,9 Milliarden Dollar. Ähnliche Kennzahlen waren erwartet worden, deshalb hatten einige Marktteilnehmer auch mit der Wiederaufnahme des im Dezember 2007 gestoppten Aktienrückkaufprogramms durch BHP gerechnet. Diese Maßnahme blieb der australische Konzern jedoch schuldig.
wne/DJ
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