Montag, 05. Oktober 2009
Förderprogramme am Kap: BMW baut 3er in Pretoria
Der BMW-Konzern sichert seinen Standort Südafrika durch den Bau der neuen 3er-Reihe ab. Der Geschäftsführer von BMW South Africa, Bodo Donauer, kündigt dafür in Johannesburg Investitionen in Höhe von umgerechnet 200 Mio. Euro an.
Überblick über die 3er-Familie von BMW.
Die Produktion wird von jährlich 60.000 auf 87.000 Fahrzeuge erhöht. Industrieminister Rob Davies wertete die Ankündigung als starken Vertrauensbeweis in einer Zeit, da sich die globale Autolwirtschaft in der Krise befindet.
BMW baut bereits in seinem Werk Rosslyn (bei Pretoria) den 3er für den südafrikanischen Markt sowie den Export nach Kanada, Südkorea und die USA. BMW profitierte dabei vom Afrika-Förderprogramm (AGOA), das den weitgehend abgabenfreien Import in die USA erlaubt.
Neuer Förderplan
Voraussetzung für die BMW-Entscheidung war ein neuer Förderplan der Kap-Regierung für die Automobilindustrie, dessen Details allerdings noch ausgearbeitet werden müssen. Er soll die nationale Produktion von zurzeit einer halben Million Neuwagen auf 1,2 Mio. bis zum Jahr 2020 steigern. Der Automotive Production and Development Programme (APDP) ersetzt ein bisheriges Programm, das nach dem Ende der Apartheid wesentlich zum Aufbau einer exportorientierten Automobilindustrie am Kap beigetragen hatte.
Der neue Plan billigt Unternehmen mit einer Jahresproduktion von mehr als 50.000 Neuwagen den von jeglichen Abgaben befreiten Import von 20 Prozent aller benötigten Komponenten zu und sieht "stabile und moderate" Importtarife sowie staatliche Investitionshilfen vor.
BMW beschäftigt am Kap rund 2150 Mitarbeiter. Südafrika war 1974 der erste BMW-Standort im Ausland. Das Land hat sich innerhalb weniger Jahre als Nischenmarkt in der globalen Automobilindustrie etabliert, in dem so gut wie alle etablierten Marken vertreten sind und für den Export produzieren.
dpa
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