Wirtschaft
China ist der weltweit viertgrößte Markt der Marke Mini.
China ist der weltweit viertgrößte Markt der Marke Mini.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 13. Oktober 2017

Kooperation beim Mini: BMW spricht mit Chinesen

BMW will in China die Marke Mini strategisch weiterentwickeln. Die Münchner planen deshalb ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem lokalen Autobauer Great Wall. Gespräche zwischen beiden Konzernen finden bereits statt.

BMW verhandelt mit dem chinesischen Autohersteller Great Wall über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens. Wie die Great Wall Motor mitteilte, konzentrieren sich die Gespräche auf eine Kooperation bei der BMW-Marke Mini in China. Die Gespräche seien in einem frühen Stadium. Ob es letztlich zu einer Vereinbarung komme, sei unsicher, so Great Wall.

BMW erklärte, die Marke Mini auch mit Blick auf China strategisch weiterentwickeln zu wollen. "Dieser Ansatz beinhaltet eine Diversifikation der Partnerschaften sowie neue Formen der Kooperation", so der Dax-Konzern, ohne Great Wall explizit zu erwähnen. Das Wachstum der Marke in China könne nur mit einem lokalen Partner zusätzlich beschleunigt werden.

Seit Jahresbeginn wurden im größten Automarkt weltweit rund 25.000 Minis verkauft. Damit ist China der weltweit viertgrößte Markt der Marke, nach Großbritannien, den USA und Deutschland. Das Engagement in Großbritannien, wo BMW den Mini fertigt, werde durch die Pläne in China "nicht infrage" gestellt, so der Münchener Autokonzern.

BMW verfügt in China bereits über eine Kooperation mit Brilliance. Die Partnerschaft ging das Unternehmen schon 2003 ein, der Kooperationsvertrag wurde vor drei Jahren bis 2028 verlängert. Das Joint Venture, das BMW in den kommenden Jahren weiter ausbauen will, beschäftigt mehr als 16.000 Mitarbeiter.

Quelle: n-tv.de

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