Wirtschaft
Am Ruder bei BP: Robert Dudley, hier bei einer Podiumsdiskussion in Davos.
Am Ruder bei BP: Robert Dudley, hier bei einer Podiumsdiskussion in Davos.(Foto: REUTERS)

Mehr als zwei Milliarden Euro Gewinn: BP pumpt die Dividende auf

Die Margen schrumpfen, die Erschließung neuer Vorkommen geht ins Geld. Die Gewinne von British Petroleum fallen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum scharf zurück. Dennoch hält BP-Chef Dudley an einer höheren Ausschüttung fest.

Europas zweitgrößter Ölkonzern BP verzeichnet im vierten Quartal des zurückliegenden Jahres angesichts sinkender Margen weniger Gewinn. Das bereinigte Ergebnis fiel von 3,9 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum auf 2,8 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Umgerechnet entspricht das einem Quartalsergebnis von 2,1 Milliarden Euro.

Mit diesen Zahlen blieb der Rohstoffriese trotz allem noch über den Erwartungen der Analysten. Auch weiteren großen Namen der Branche ergeht es derzeit ähnlich: Der US-Ölmulti ExxonMobil zum Beispiel musste in den vergangenen Tagen ebenfalls einen Gewinneinbruch aufdecken.

Im Zahlenwerk von BP wirkt sich unterdessen das umfangreiche Verkaufsprogramm aus, das der Konzern in Folge der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko aus dem Jahr 2010 eingeleitet hatte. Dabei trennt sich BP von verschiedenen Unternehmensteilen. Mit den Verkäufen versucht die Führungsebene, die Kapitalausstattung des Unternehmens zu stärken.

Ausschüttung zur Marktpflege

Parallel dazu belasten größere Marktentwicklungen die Bilanz: Die Margen im Raffineriegeschäft entwickelten sich zuletzt schwächer, weil die Nachfrage nach Treibstoffen zurückgegangen war. Damit sieht sich BP mit den Folgen größerer konjunktureller Trends konfrontiert.

Auch im sogenannten Upstream-Geschäft, also der Erschließung und Förderung von Öl und Erdgas, sanken die Gewinne. Den Aktionären will BP dennoch eine Quartalsdividende von 9,5 Cent zahlen. Das sind 5,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

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Quelle: n-tv.de

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