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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat auch kräftig in den Kader investiert.
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat auch kräftig in den Kader investiert.(Foto: dpa)

Gewinn deutlich gesunken: BVB bezahlt für sportlichen Erfolg

Der Sportchef eines Fußballvereins freut sich über viele Siege. Der Finanzchef ist dagegen nicht so begeistert, weil die Spieler ihre dicken Prämien einfordern. In dieser Lage befindet sich Bundesligist Borussia Dortmund.

Sportlich hat Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund zuletzt wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden, und auch geschäftlich geht es bei dem börsennotierten Revierklub weiter aufwärts. Höhere Werbeeinnahmen und ein Zuwachs der Erlöse aus dem Spielbetrieb sorgen dabei nach dem ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres für ein kräftiges Plus beim Umsatz. Die Kehrseite der Medaille: nach den sportlichen Erfolgen des Vorjahres ist die Mannschaft teurer geworden, was den Gewinn schmälert.

Nach einer wechselvollen Hinrunde steigerte der BVB seinen Umsatz um 8,5 Prozent auf 136,6 Millionen Euro. Maßgeblich verantwortlich dafür waren höhere Werbeeinnahmen, die durch die Gewinnung neuer Werbepartner und die Eröffnung einer neuen Sponsoren-Lounge unter der Westkurve.

Lediglich bei der Fernsehvermarktung stagnierten die Erlöse. Grund dafür ist, dass Dortmund zum Ende der letzten Saison seinen Meistertitel in der Bundesliga nicht verteidigen konnte und als Zweitplatzierter der Bundesliga einen geringeren Anteil an den Fernsehgeldern aus der Champions League bekam.

Erfolgsabhängige Vergütungen

Deutlich geringer fiel der Gewinn aus, der sich mit 8,2 Millionen Euro fast halbierte. Schuld daran ist aber nicht die wechselhafte Vorrunde der Borussen, die zur Winterpause in der Bundesliga nur den vierten Tabellenplatz belegten, sondern die Erfolge der vergangenen Saison. Aufgrund des erfolgreichen Abschneidens der Mannschaft im letzten Geschäftsjahr, bei dem das Team von Trainer Jürgen Klopp erst im Finale der Champions League an Bayern München scheiterte, musste Dortmund einiges an erfolgsabhängigen Vergütungen berappen.

Neben den Prämien kostete zudem die Verstärkung des Lizenzspielerkaders weiteres Geld, vor allem die Verpflichtungen von Henrich Mchitarjan und Pierre-Emerick Aubameyang. So investierte die Borussia mit fast 48 Millionen Euro das Gros seiner Gesamtinvestitionen von 53,8 Millionen Euro in neue Spieler.

Der BVB erreichte als dritter deutscher  Sportverein hinter Bayern München und Schalke 04 die Marke von 100.000 Vereinsmitgliedern erreicht. Vor dem  Bundesliga-Heimspiel des deutschen Fußball-Vizemeisters am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg wird das  Jubiläums-Mitglied von der Vereinsführung geehrt. Aktuell liegt die Mitgliederzahl bei 100.254. "Wir erleben eine  tolle Entwicklung bei den Mitgliederzahlen. Nie zuvor hatten wir  einen so rasanten Zuwachs", sagte BVB-Präsident Reinhard Rauball.

Quelle: n-tv.de

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