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Einige Verbindungen entfallen, andere kommen neu hinzu.
Einige Verbindungen entfallen, andere kommen neu hinzu.(Foto: picture alliance / dpa)

Preiserhöhung kurz vor Weihnachten : Bahn beginnt Verkauf für neuen Fahrplan

Mit einem Fahrplanwechsel Mitte Dezember führt die Deutsche Bahn einige neue Verbindungen ein – und teurere Tickets. Doch wer rechtzeitig bucht, kann noch eine Weile zum alten Preis Zug fahren. Änderungen gibt es zum Jahreswechsel für Firmenkunden.

Bahnkunde können ab kommenden Dienstag Tickets für den neuen Fahrplan kaufen. Dieser tritt am 15. Dezember in Kraft. Damit sind dann auch Fahrkarten für Reisen um die Weihnachtstage verfügbar. Mit dem Fahrplanwechsel hebt die Bahn auch die Preise an. Bis zum 14. Dezember verkauft die Bahn auch für Reisen bis Mitte März die Tickets zum bisherigen Preis.

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Zudem kommen auf einzelnen Strecken Neuerungen auf Reisende zu: Im Raum Leipzig/Halle verbinden künftig sechs neue S-Bahn-Linien die Zentren mit dem Umland. Wegen umfangreicher Umbauten am Knotenpunkt Leipzig ändert sich auch die Linienführung im Fernverkehr zwischen Dresden und Frankfurt am Main. So fahren von Frankfurt-Flughafen nach Dresden zukünftig im Zwei-Stunden-Takt ICE-Züge statt Intercitys. Die Städte Bad Hersfeld, Gotha, Weimar und Naumburg erhalten damit wieder regelmäßige ICE-Anschlüsse.

Zudem baut die Bahn ihr Fernbus-Angebot aus. So verkehrt zwischen München und Zürich künftig eine neue Linie des sogenannten IC-Busses. Der Mangel an Zügen zwingt das Unternehmen auch zum Verzicht. Bis Mitte April werden einige ICE zwischen Bremen und Hannover nicht fahren. Auf der Strecke von Emden nach Bremen können Reisende erstmals auch IC-Züge mit Nahverkehrsfahrscheinen nutzen.

Erste Klasse wird erschwinglich

Am 15. Dezember steigen auch die Fahrpreise. Im Durchschnitt werden die Fahrkarten im Nahverkehr um 2,9 Prozent teurer und im Fernverkehr um 1,3 Prozent. Mit einer wichtigen Ausnahme: Die Verbindungen auf der Strecke von Köln und Düsseldorf nach Berlin kosten so viel wie bisher. Sie sind seit dem Hochwasser im Juni besonders stark von Umleitungen betroffen.

Bereits seit 1. Oktober sind Reisen in der ersten Klasse günstiger zu haben: Der Sparpreis für die erste Klasse beginnt seitdem schon ab 39 Euro, auf besonders kurzen Strecken ab 29 Euro. Bislang kosteten die Sparpreis-Tickets in der ersten Klasse mindestens 49 Euro; die Kurzstrecken-Variante gab es bisher gar nicht.

Firmenkunden können kombinieren

Zum Jahreswechsel kürzt die Bahn ihre Standardrabatte für Firmenkunden. Der maximale Preisnachlass betrage künftig nur noch fünf statt bisher neun Prozent, sagte eine Bahnsprecherin. Diese Ermäßigung werde künftig zudem erst ab einer Jahressumme von 200.000 Euro gewährt, bisher genügten 35.000 Euro.

Das Unternehmen strebt nach eigenen Angaben mehr individuelle Vereinbarungen mit Firmenkunden an. Diese sollen künftig mehrere Angebote der Bahn kombinieren können. So seien Preisabschläge von rund 20 Prozent erreichbar, sagte die Sprecherin.

Quelle: n-tv.de

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