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GDL beendet Bahnstreik: Bahn bemüht sich um Normalbetrieb

Die ersten Züge rollen wieder: In den frühen Morgenstunden nehmen die Lokführer bei der Bahn wieder ihre Arbeit auf. Aufatmen können Reisende noch nicht. Bis zum nächsten Streik - diesmal in der Luft - bleiben nur wenige Stunden.

Schienenverkehr im Ausnahmezustand: Die Lokführer der Deutschen Bahn haben ihren 14-stündigen Streik nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) wie geplant gegen 4.00 Uhr beendet. Für weitere Auskünfte war die GDL am frühen Donnerstagmorgen nicht zu erreichen.

Im Berufsverkehr dürfte es zunächst noch weitere Zugausfälle und Verspätungen geben. Mit anhaltenden Behinderungen ist - wie frühere Fälle gezeigt haben - bis in die Mittagsstunden zu rechnen. Auf Reisende und Pendler kommt unterdessen eine neue Geduldsprobe zu. Die Piloten bei Germanwings lassen von Donnerstagmittag an für 12 Stunden bis Mitternacht die Arbeit ruhen. Bei der Lufthansa-Tochter werden 100 von 500 Flügen gestrichen.

"Mehr Zeit einplanen"

Der Streik der Lokführer führte zur Wochenmitte zu teils massiven Behinderungen für Bahnreisende. Im Fernverkehr fuhr nach Angaben der Deutschen Bahn nur jeder dritte ICE, Intercity oder Eurocity. Im Regionalverkehr gab es teilweise noch größere Probleme. "Wir werden Donnerstagmorgen so schnell wie möglich versuchen, wieder den Normalbetrieb aufzunehmen", sagte ein Bahnsprecher. Pendler sollten aber mehr Zeit einplanen, um rechtzeitig zum Arbeitsplatz zu kommen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hatte ihre Mitglieder bundesweit zu einem 14-stündigen Streik aufgerufen. Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Geld und zwei Stunden weniger Wochenarbeitszeit. Ein Ende des Tarifstreits ist nicht in Sicht. Ob weitere Streiks eventuell am Wochenende drohen, wollte die GDL nicht sagen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt rief die Tarifparteien zu einer schnellen Rückkehr an den Verhandlungstisch auf. Zur Tarifautonomie gehöre auch das Mittel des Streiks, sagte Dobrindt. Damit sei aber besonders verantwortungsvoll umzugehen, um die Zahl der betroffenen Dritten gering zu halten.

Quelle: n-tv.de

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