Wirtschaft
"FR"eunde? Was wird aus der "Frankfurter Rundschau"?
"FR"eunde? Was wird aus der "Frankfurter Rundschau"?(Foto: picture alliance / dpa)

Erst die "FTD", dann die "FR"?: Bangen um die "Rundschau"

Klarheit über die Zukunft der "Frankfurter Rundschau"? Nicht am Wochenbeginn. Das Gläubigertreffen zieht sich hin, die rund 460 Beschäftigten müssen weiter um ihre Jobs bangen. Kommt ein Verkauf oder die Insolvenz? Steigt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ein? Wird aus der überregionalen Tageszeitung eine regionale "Beilage?

Die Zukunft der "Frankfurter Rundschau" (FR) bleibt ungewiss: Auf einem mit Spannung erwarteten Gläubigertreffen ist Verhandlungskreisen zufolge bislang keine Entscheidung für einen Käufer gefallen. "Ob und wie es weitergeht, hängt von der Klärung bestimmter Details ab", sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person. Klarheit werde es spätestens am Mittwoch auf einer Versammlung der 460 FR-Mitarbeiter geben, sagte der Insider.

Die Gläubiger müssen entscheiden, ob die insolvente Traditionszeitung eingestellt oder verkauft wird. Das "Hamburger Abendblatt" berichtete am Wochenende unter Berufung auf Verlagskreise, die "Frankfurter Allgemeines Zeitung" (FAZ) wolle die insolvente FR in abgespeckter Form als Regionalzeitung fortführen. Geplant sei die Übernahme von etwa 30 Redakteuren und mehreren freien Mitarbeitern. Texte zu überregionalen Themen sollten offenbar von der FAZ zugeliefert werden.

Erst die "FTD", dann die "FR"?

Gleichzeitig traf sich auch der FR-Betriebsrat mit SPD-Chef Sigmar Gabriel, um über einen Sozialplan und eine mögliche Transfergesellschaft für die Mitarbeiter von Verlag und Druckerei sprechen. Die SPD ist über ihre Medienholding mit 40 Prozent am Verlag der FR beteiligt. Etwas mehr als 50 Prozent liegen beim Kölner Verlag M. DuMont Schauberg, der Rest bei der Stiftung des früheren Mehrheitsgesellschafters Karl Gerold.

Der Verlag der 1945 gegründeten "Frankfurter Rundschau" hatte im November Insolvenz angemeldet. In den vergangenen Jahren schrieb die "Frankfurter Rundschau" jeweils rund 20 Mio. Euro Verlust. Sollten die Verkaufsbemühungen scheitern, könnte eine weitere überregionale Qualitätszeitung vom Kiosk verschwinden.

Erst im Dezember war die "Financial Times Deutschland" eingestellt worden. Auch sie hatte jahrelang Verluste angehäuft. Ebenfalls kritisch ist es um die Nachrichtenagentur dapd bestellt.

Quelle: n-tv.de

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