Dienstag, 17. November 2009
Star-Analystin warnt: Banken bedrohen Aufschwung
Die US-Bankenanalystin Meredith Whitney warnt vor einem Kursabschwung an der Wall Street. Whitneys Worte haben Gewicht. Im Fall der Citigroup hatte sie das Problem der Bank bereits 2007 beleuchtet.
Messerscharfe Analysen: Wenn Meredith Whitney spricht, hört die Wall Street sehr genau hin.
(Foto: REUTERS)
Sie glaube nicht, dass die Rally an den US-Börsen auf Fundamentalwerten basiere, sagte Meredith Whitney dem Sender CNBC. Es sei ausgeschlossen, dass der Bankensektor über ausreichend Kapital verfüge.
Es sei an der Zeit, die Bewertung von Großbanken herunterzustufen, urteilte die Expertin. Nach Ansicht Whitneys wird zudem die Rezession in den USA noch einmal zurückkehren.
An der New Yorker Börse gaben die Indizes während der Ausstrahlung des Interviews etwas nach, schlossen aber dennoch deutlich im Plus. In früheren Fällen hatten die Kurse von Einzeltiteln zum Teil heftig auf Whitneys Kommentare reagiert.
Whitneys Aussagen geben den Worten von Fed-Chef Ben Bernanke zur Lage der US-Wirtschaft einen anderen Beigeschmack. In einer Rede vor dem New Yorker Wirtschaftsclub sagte Bernanke zu Wochenbeginn, die Wirtschaftserholung werde nicht so robust ausfallen wie erhofft. Insbesondere eine knappe Kreditvergabe und die hohe Arbeitslosigkeit stellten große Probleme dar.
Bernanke bekräftigte, die Fed werde ihre Zinsen wohl längere Zeit auf einem außergewöhnlich niedrigem Niveau belassen.
rts
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