Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Spanien will Hilfen beantragen : Banken benötigen weniger

Rund 60 Milliarden benötigten Spaniens Geldinstitute an Hilfen, heißt es in einem Stresstest vom September. Nun soll die Summe deutlich geringer werden - rund 40 Milliarden Euro. Bundesfinanzminister Schäuble hat diese Summe bereits vorhergesagt.

Die spanische Regierung will angeblich für die Rekapitalisierung seiner Banken bei der Europäischen Union eine Finanzhilfe zwischen 40 und 42,5 Milliarden Euro beantragen. Das berichtet die Zeitung "El Pais" unter Berufung auf Madrider Regierungskreise. Damit verdichten sich die Hinweise, dass der Umfang der benötigten Hilfsgelder niedriger ausfällt als befürchtet.

Die Summe setzt sich wie folgt zusammen: 37 Milliarden Euro gehen an die vier verstaatlichen Institute (Bankia, Novagalicia, CatalunyaCaixa und Banco de Valencia), weitere 2,5 Milliarden Euro sind für die Bad Bank des Landes (auch bekannt als Sareb) vorgesehen. Weitere drei Milliarden Euro sind für Geldhäuser bestimmt, die nicht verstaatlicht sind, aber staatliche Hilfe benötigen.

Ein im September abgeschlossener Stresstest unter Aufsicht der Europäischen Union hatte zunächst ergeben, dass der spanische Bankensektor rund 60 Milliarden Euro benötigt. Einige Banken dürften auch in der Lage sein, das nötige Geld am Kapitalmarkt aufzunehmen. Die europäischen Partner haben Spanien eine Bankenhilfe von bis 100 Milliarden Euro zugesichert.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte bereits vergangene Woche gesagt, dass die Geldhäuser weniger als die Hälfte der eingeplanten Hilfsgelder benötigten.

Quelle: n-tv.de

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