Wirtschaft
"Dramatisch weggebrochen": Die Kommunen halten die Ausgabenbremse gedrückt.
"Dramatisch weggebrochen": Die Kommunen halten die Ausgabenbremse gedrückt.(Foto: dapd)

2012 schwächer als erwartet: Bau-Branche bläst Trübsal

Der Rückblick auf das abgelaufene Jahr fällt in der Bauindustrie alles andere als fröhlich aus: Die Umsatzziele geraten ins Wanken. Der frühe Wintereinbruch und die harte Hand vieler Stadtkämmerer machen der Branche zu schaffen.

Spricht als Hauptgeschäftsführer für den Verband der Bauindustrie: Michael Knipper.
Spricht als Hauptgeschäftsführer für den Verband der Bauindustrie: Michael Knipper.

Die deutsche Bauindustrie hat ihre Umsatzerwartungen im abgelaufenen Jahr deutlich verfehlt. "Wenn wir ein Plus von ein oder zwei Prozent geschafft haben, können wir noch zufrieden sein", sagte der Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands HDB, Michael Knipper, der "Berliner Zeitung".

Ursprünglich hatte der Verband für 2012 einen Anstieg um vier Prozent veranschlagt. Knipper führte das schwächere Wachstum darauf zurück, dass die Branche zum Jahresende an Schwung verloren habe. Im Dezember habe wie bereits im vergangenen Januar der Winter zu Einbrüchen bei der Bautätigkeit geführt.

Während der Wohnungsbau die positiven Erwartungen voll erfüllt und der Wirtschaftsbau sich ordentlich gehalten habe, seien vom öffentlichen Bau keine Impulse ausgegangen.

15 Prozent unter Vorjahresniveau

Knipper beklagte vor allem, dass die Kommunen trotz der sprudelnden Einnahmen ihre Bautätigkeit deutlich zurückgenommen haben. Die Kommunen seien als Auftraggeber "dramatisch weggebrochen".

Knipper verwies auf Einschätzungen des Deutschen Städtetages, wonach die Bauausgaben der Kommunen im zurückliegenden Jahr mit 15 Mrd. Euro das Vorjahresniveau um rund 15 Prozent unterschritten hätten. Das wäre der deutlichste Rückgang in den vergangenen 20 Jahren.

In Deutschland steht die Bauindustrie nach Angaben des Verbands für rund 2,2 Millionen Arbeitsplätze und zählt damit "zu den größten Arbeitgebern" des Landes.

Quelle: n-tv.de

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