Wirtschaft

Firmen arbeiten an Kapazitätsgrenze: Bauwirtschaft holt kräftig auf

In Deutschland wird kräftig die Maurerkelle geschwungen. Bei der Bauwirtschaft herrscht zum Jahresende richtig Stress. Grund ist der derzeit herrschende Immobilienboom. Allerdings wird die Branche das Jahresziel dennoch verfehlen.

Immer mehr wird in Betongold investiert.
Immer mehr wird in Betongold investiert.(Foto: picture alliance / dpa)

Die deutsche Bauwirtschaft setzt zum Jahresendspurt an. Trotz deutlich anziehender Aufträge und Umsätze dürfte die Branche nach eigener Einschätzung ihrer Ziele für 2013 allerdings verfehlen. Die Bestellungen kletterten im September zum Vorjahresmonat um 5,6 Prozent und die Erlöse um 3,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Firmen sind mit Hochdruck dabei, die Produktionsausfälle wegen des langen Winters und des Hochwassers aufzuholen und arbeiten nahe der Kapazitätsgrenze.

"Es ist alles in Bewegung, was es an Maschinen auf deutschen Bauhöfen gibt", hatte der Chefvolkswirt des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Heiko Stiepelmann, jüngst gesagt. Dennoch werde es nicht reichen, um das ursprüngliche Umsatzziel von plus zwei Prozent zu schaffen, hatten HDB sowie der mittelständische Dachverband ZDB betont.

Profiteure des Immobilienbooms

Nach den ersten neun Monaten liegt der Umsatz im Bauhauptgewerbe mit knapp 65 Milliarden Euro hingegen zwei Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Im bisherigen Jahresdurchschnitt sank die Zahl der Beschäftigten um 1,3 Prozent auf 733.000.

Die Baufirmen profitieren vom Immobilienboom. Denn wegen der niedrigen Zinsen investieren einerseits Großanleger in das sogenannte Betongold, andererseits leisten sich immer mehr Privatleute ein Eigenheim. Die Zahl der Baugenehmigungen kletterte zuletzt auf den höchsten Stand seit 2004. Die Behörden gaben in den ersten neun Monaten für den Bau von 202.100 Wohnungen grünes Licht.

Quelle: n-tv.de

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