Wirtschaft
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Kein Zusatznutzen: Bayer-Augenmittel fällt durch

Eylea ist ein Augenmittel, dem der Pharma- und Chemiekonzern Bayer Jahresumsätze in Milliardenhöhe zutraut. Allerdings ist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) von dem Medikament nicht überzeugt.

Schlechte Nachrichten für Bayer: Das neue Augenmittel Eylea des Leverkusener Konzerns ist bei einer wichtigen Bewertung des Nutzens für die Patienten durchgefallen. Bei einem Vergleich des Medikaments mit dem Novartis-Konkurrenzmittel Lucentis lasse sich kein Zusatznutzen belegen, teilte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit.

Damit drohen dem Dax-Konzern Einnahmeeinbußen in Deutschland. Dem neuen Bayer-Darmkrebspräparat Stivarga bescheinigte das IQwiG dagegen Vorteile - wenn auch nur geringe. Eylea ist einer der Hoffnungsträger von Bayer. Der Konzern traut der Arznei in der Spitze Jahresumsätze oberhalb der Milliardenschwelle zu.

Die Nutzenbewertungen des Instituts haben erheblichen Einfluss auf die Erstattungspreise der gesetzlichen Krankenkassen. Denn auf Grundlage der IQWiG-Prüfung fällt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sein Urteil über die Vorteile für die Patienten. Fällt ein Präparat dabei durch, darf der Erstattungspreis nur im Rahmen vergleichbarer älterer Medikamente liegen und diese sind meist erheblich günstiger. Alle neu zugelassenen Arzneien müssen seit 2011 diese Nutzenprüfung durchlaufen.

Geringer Zusatznutzen bei Stivarga

Das IQWiG prüfte Eylea als Medikament gegen Sehverlust, der auf einen Verschluss der Zentralvene in der Netzhaut mit nachfolgendem Makulaödem zurückzuführen ist. Laut IQWiG wurden die Patienten in den vom Konzern eingereichten Studien sowohl mit Eylea als auch mit dem Vergleichspräparat Lucentis anders behandelt als es die Zulassung vorsieht. Bayer will nun innerhalb der nächsten drei Wochen beim G-BA seine Argumente nochmals vorbringen. Der G-BA fällt sein endgültiges Urteil binnen drei Monaten.

Dem neuen Bayer-Darmkrebspräparat Stivarga bescheinigte das IQwiG hingegen einen geringen Zusatznutzen. Patienten lebten etwas länger, allerdings seien bei der Arznei häufiger schwere Nebenwirkungen aufgetreten. Stivarga zählt ebenso zu den wichtigsten neuen Präparaten des Konzerns. Auch Stivarga traut Bayer mehr als eine Milliarde Euro Umsatz im Jahr zu.

Quelle: n-tv.de

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