Wirtschaft
(Foto: dapd)

Gute Bodenhaftung in der Autokrise: Bei Conti läuft es rund

Immer mehr Zulieferer werden in den Sog der schleppenden Autoverkäufe in Europa gezogen. Continental aber kämpft erfolgreich gegen die Krise an. Auf Kurs halten den Konzern die guten Geschäfte in Asien und Amerika. In diesem Jahr wird es aber leichte Bremsspuren geben.

Nach den Rekordergebnissen im vergangenen Jahr muss sich der erfolgsverwöhnte Autozulieferer Continental im laufenden Jahr nun auch etwas bescheiden. Trotz starken Gegenwinds durch die Autokrise rechnet der Konzern aber immer noch mit deutlichem Wachstum.

Angesichts der aktuell schwachen Vorzeichen an den Automärkten strebe der Konzern für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von rund fünf Prozent auf mehr als 34 Mrd. Euro an, kündigte Vorstandschef Elmar Degenhart anlässlich der Automesse in Detroit an.

Die bereinigte Rendite solle erneut über zehn Prozent liegen. Im abgelaufenen Jahr hatte Conti den Umsatz weltweit um sieben Prozent auf 32,7 Mrd. Euro und damit etwas mehr als prognostiziert gesteigert. Der bereinigte Betriebsgewinn lag bei knapp 3,5 Mrd. Euro; die operative Umsatzrendite auf Basis des bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte auf 10,7 (Vorjahr: 10,1) Prozent.

Für 2013 rechnet der Konzern mit einer geringen Steigerung der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis sechs Tonnen um etwa zweieinhalb Prozent auf 82 Mio. Fahrzeuge. Die Unsicherheit über den Verlauf der Autokonjunktur sei weiterhin groß. "Wir werden deshalb das hohe Tempo des erfolgreichen Jahres 2012 voraussichtlich nicht ganz halten können", erklärte Degenhart. Die Verschuldung solle weiter zurückgefahren werden.

Absatzkrise in Europa wettgemacht

Im vergangenen Jahr machte der in den Leitindex Dax  zurückgekehrte Konzern ein schwächeres Wachstum in Europa durch seine weltweite Präsenz wett. Für einen Ausgleich sorgte auch das stabile Reifengeschäft, das Conti in den nächsten Jahren weiter ausbauen will. Darüber hinaus plant der Konzern, in China und Brasilien massiv zu expandieren.

Dass der Zulieferer auf der richtigen Spur ist, belegten die Rekordzahlen für 2012. Die Hannoveraner konnten einen weiteren Gang zulegen. Die Hannoveraner erhöhten ihren Umsatz um über 7 Prozent auf etwa 32,7 Mrd. Euro. Damit schnitten sie über der von Vorstandschef Elmar Degenhart angepeilten Marke von 32,5 Mrd. Euro ab. Das Nettoergebnis nennt das Unternehmen bei der Bilanzvorlage am 7. März.

Wie der Konzern ferner auf Basis vorläufiger Eckdaten mitteilte, stieg der Anteil des operativen Gewinns am Umsatz von 10,1 auf 10,7 Prozent. Das entspräche einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern von knapp 3,5 Mrd. Euro.

Quelle: n-tv.de

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