Wirtschaft

"Nur geringfügige Aktivitäten": Beim BER herrscht tote Hose

Am 27. Oktober 2013 soll der neue Flughafen BER den Betrieb aufnehmen. "Wer's glaubt, wird selig", meinen viele Berliner und Brandenburger. Und ihre Skepsis ist berechtigt: Seit Ende August hat sich auf der Großbaustelle kaum etwas getan. So verrinnen die Tage, Wochen und Monate.

Willy Brandt wäre - würde er noch leben - mit Sicherheit beleidigt.
Willy Brandt wäre - würde er noch leben - mit Sicherheit beleidigt.(Foto: dapd)

Die Bauarbeiten am neuen Berliner Airport BER sind einem Zeitungsbericht zufolge seit dem Sommer kaum vorangekommen. Es hätten sich bei einer Prüfung am 13. Dezember "im Vergleich zum letzten Besuch am 31. August 2012 im Terminalbereich weiterhin nur geringfügige Aktivitäten wahrnehmen" lassen, zitierte die "Bild am Sonntag" aus einem internen Protokoll des Bundesverkehrsministeriums über eine Baustelleninspektion. Es gebe Bereiche "von mehreren tausend Quadratmetern, die sich im Rohbauzustand befinden".

Der Bericht listet nach Angaben der Zeitung zudem neue Planungspannen und Baumängel auf. So laufe etwa am Bahnhof des Flughafens "je nach Windrichtung Regenwasser von der westlichen Terminalfassade direkt in die Öffnungen des Lüftungssystems". Zudem habe das Brandschutzkonzept des Bahnhofs "keine Verbindung zur Brandmelderanlage des Flughafens", berichtete das Blatt. Auch seien einige Rolltreppen "offenbar zu kurz", es fehlten dort mehrere Stufen.

Die Eröffnung des BER musste unter anderem wegen Mängeln beim Brandschutz bereits mehrfach verschoben werden. Als Termin wird nun der 27. Oktober 2013 angepeilt. Die Verzögerungen verursachen auch hohe Zusatzkosten.

Berichten zufolge soll der Airport statt ursprünglich 2,8 mindestens 4,3 Milliarden Euro kosten. Der Bund ist mit 26 Prozent an der Betreibergesellschaft des Flughafens beteiligt. Weitere Anteilseigner sind die Länder Berlin und Brandenburg mit je 37 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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