Wirtschaft
Das Kreuzfahrtschiff "MS Deutschland" kommt läuft nach den Olympischen Spiele mit den deutschen Teilnehmern  an Bord im Hafen von Hamburg ein.
Das Kreuzfahrtschiff "MS Deutschland" kommt läuft nach den Olympischen Spiele mit den deutschen Teilnehmern an Bord im Hafen von Hamburg ein.(Foto: picture alliance / dpa)

Schifffahrtsflaute: Berlin sagt Reedern Hilfe zu

Die kriselnde deutsche Schifffahrt bekommt im nächsten Jahr staatliche Unterstützung in Millionenhöhe. Forderungen nach Abwrackprämien und Schiffsfinanzierungen durch die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau erteilt die Regierung aber eine Absage.

Die kriselnde deutsche Schifffahrt erhält im nächsten Jahr staatliche Unterstützung in Höhe von 57,8 Mio. Euro. Dies sei zur Stärkung des maritimen Bündnisses beschlossen worden, das Reeder, Gewerkschaften und Bundesregierung vereinbart hätten, sagte der maritime Beauftragte der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto (FDP), der "Wirtschaftswoche". Forderungen nach Abwrackprämien und Schiffsfinanzierungen durch die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erteilte Otto aber eine Absage.

Steuererleichterungen in Sicht

Otto stellte den Reedereien steuerliche Erleichterungen bei Versicherungen und Verschrottung von Schiffen in Aussicht. Entsprechende Gespräche seien bereits "erfolgreich geführt worden", sagte er der "Wirtschaftswoche". Die maritime Wirtschaft beschäftigt dem Bericht zufolge 380.000 Mitarbeiter und setzt jährlich rund 50 Mrd. Euro um.

Die schwierige Lage der Branche hierzulande war im Sommer in den Fokus gerückt, als die Reederei die als ZDF-"Traumschiff" bekannt gewordene "MS Deutschland" ausflaggen und aus Kostengründen unter der Flagge Maltas fahren lassen wollte. Nach heftigen öffentlichen Protesten hatte die Reederei das Vorhaben zurückgezogen, forderte angesichts der zuletzt drastisch gekürzten Fördermittel für die Schifffahrt aber mehr Unterstützung aus der Politik.

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Quelle: n-tv.de

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