Wirtschaft

GM-Verzicht auf Rückkaufoption?Bewegung im Fall Opel

02.07.2009, 20:55 Uhr

Der US-Autobauer General Motors ist nach einem Zeitungsbericht bereit, auf eine Rückkaufoption für seine frühere Tochter Opel zu verzichten. Damit habe sich Magna durchgesetzt.

Der US-Autobauer General Motors ist nach einem Zeitungsbericht bereit, auf eine Rückkaufoption für seine frühere Tochter Opel zu verzichten. Eine Rückkaufoption werde nicht mehr ernsthaft verfolgt, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf GM-Kreisen. Damit habe sich Magna durchgesetzt. Der kanadisch-österreichische Zulieferer verhandelt mit GM über den Kauf des deutschen Autobauers und hatte diese GM-Forderung stets abgelehnt.

Nach den bisherigen Plänen bleibt GM mit 35 Prozent an Opel beteiligt. Magna strebt eine Beteiligung von 20 Prozent an; weitere 35 Prozent sind für den Magna-Partner, die russische Sberbank, vorgesehen. Sberbank-Chef German Gref hatte sich laut "Handelsblatt" optimistisch gezeigt. "Die Wahl ist getroffen", sagte er demnach. Es seien nur noch Details zu klären.

Opel
Nur noch Details zu klären. (Foto: REUTERS)
Franz-Opel
Harte Worte von Betriebsratschef Franz: ""GM zockt auf hohem Niveau." (Foto: REUTERS)

Zuvor hatte Opel-Vizeaufsichtsratschef Klaus Franz GM "Zockerei auf hohem Niveau" vorgeworfen. Das Mutterunternehmen wolle die Bedingungen für den Verkauf der Opel-Anteile für sich verbessern, sagte Franz. Das werde allmählich "unerträglich" für die Beschäftigten bei Opel in Europa.

Chinesen geben nicht auf

Magna-Chef Siegfried Wolf strebt den Abschluss zum 15. Juli an. Danach würde der Geschäftsplan erarbeitet und letzte Details geklärt, sagte Franz. "Ich erwarte, dass die neue Company vor der Bundestagswahl (am 27. September) steht."

Unterdessen will der chinesische Autohersteller BAIC nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Freitag eine nachgebesserte, aber unverbindliche Offerte für Opel vorlegen. Das Blatt berief sich dabei auf Informationen aus Kreisen des Pekinger Konzerns. Nach Reuters-Angaben soll eine verbindliche Offerte dann bis Mitte Juli folgen.

Quelle: wne/AFP/rts