Wirtschaft
An der Börse in Dubai ging es um 3,4 Prozent abwärts.
An der Börse in Dubai ging es um 3,4 Prozent abwärts.(Foto: picture alliance / dpa)

Sorgen um Investitionen: Billiges Öl belastet Börsen der Golf-Staaten

Dem vom China-Crash ausgelösten allgemeinen Abwärtstrend der Finanzmärkte können sich auch die Märkte der arabischen Öl-Monarchien nicht entziehen. Wobei sie vor allem unter dem schwindenden Ölpreis leiden, der neue Tiefstände markiert.

Die Aktienmärkte am Persischen Golf haben angesichts weiter einbrechender Ölpreise kräftige Verluste verzeichnet. Unter dem Strich fielen sie aber nicht größer aus als an anderen Börsen weltweit, die außerdem unter den Börsenturbulenzen in China und den damit verbundenen Wachstumssorgen leiden.

An der Börse des weltweit größten Ölexporteurs Saudi-Arabien ging es um 2,9 Prozent abwärts, in Dubai um 3,4, in Abu Dhabi um 3,2 und in Doha um 3 Prozent. "Öl ist das größte Problem wegen der hohen Abhängigkeit der gesamten Region davon", sagte Sebastien Henin, Aktienmarktexperte bei The National Investor in Abu Dhabi.

Ein Fass Öl zwischenzeitlich für 32 Dollar zu haben

Die Staaten am Golf finanzieren sich überwiegend über Öl- und Gasverkäufe und bekommen angesichts der fallenden Ölpreise immer größere Probleme, ihre massiven inländischen Ausgaben zu stemmen. So musste beispielsweise Saudi-Arabien 2015 ein Defizit von fast 98 Milliarden Dollar finanzieren und kündigte Ende Dezember für 2016 Ausgabenkürzungen an, um dem Umfeld gesunkener Ölpreise Rechnung zu tragen. Weil die Preise seitdem aber bereits weiter deutlich gefallen sind, dominieren am Markt Sorgen, dass noch härtere Maßnahmen nötig sein werden.

Die Ölpreise sind auf neue Elf- und Zwölf-Jahrestiefs gefallen, WTI und Brent kosteten zwischenzeitlich nur noch gut 32 Dollar. Bereits am Vortag waren die Preise um rund 6 Prozent eingebrochen.

Quelle: n-tv.de

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