Wirtschaft

Deutsche Wirtschaft robust: Binnenkonsum bleibt der Antreiber

Mit der deutschen Wirtschaft geht es weiter aufwärts. Diese Meinung vertritt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Nach Lage der Dinge wird sich vorerst auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht verschärfen.

Der Private Konsum wird weiter zulegen.
Der Private Konsum wird weiter zulegen.(Foto: dpa)

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht die deutsche Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr "auf Kurs". Die Berliner Ökonomen rechnen unverändert mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent im Jahr 2015 und von 1,9 Prozent 2016. "Die deutsche Wirtschaft bleibt auf Kurs, obwohl das Fahrwasser unruhiger wird", erklärten die Volkswirte in ihrer aktuellen Konjunkturprognose.

Der deutsche Außenhandel laufe nach wie vor gut, auch wenn er vor allem im kommenden Jahr nur wenig zum Wachstum beitragen dürfte. Dies liege allerdings "nicht an Problemen bei den Exporten, sondern an den kräftig steigenden Importen aufgrund der Binnennachfrage", erklärte das DIW. Die Exporte wachsen nach der Prognose 2015 um 6,2 Prozent und 2016 um 5,1 Prozent, während die Importe dieses Jahr um 6,0 Prozent und nächstes um 5,3 Prozent zulegen.

Konjunkturstütze bleibe die Binnennachfrage. "Nach wie vor ist der Haupttreiber des Wachstums in Deutschland der einheimische Konsum", konstatierte DIW-Präsident Marcel Fratzscher. Der private Konsum wird nach der Prognose der Berliner Ökonomen dank der guten Arbeitsmarktlage und der geringen Preissteigerungen dieses Jahr um knapp 2 Prozent und nächstes um 1,7 Prozent zulegen. Auch die Konsumnachfrage der nach Deutschland geflohenen Menschen werde sich bemerkbar machen.

Arbeitslosenquote unverändert

Die Arbeitslosenquote sah der DIW-Präsident für dieses wie nächstes Jahr bei 6,4 Prozent - trotz des Zustroms an Flüchtlingen, der die Zahl der Arbeitslosen schon 2016 leicht erhöhen dürfte. Die Inflation dürfte in diesem Jahr bei 0,4 Prozent und im nächsten bei 1,4 Prozent liegen.

Fratzscher sagte weiter, es bestünden aber auch "relativ hohe Risiken und Unsicherheiten". Im Euroraum kämpften nach wie vor viele Länder mit einer hohen Verschuldung, Problemen im Bankensektor und einer hohen Arbeitslosigkeit, und in China und anderen Schwellenländern sei das Wachstum fragil, erklärt das DIW in seinem aktuellen Wochenbericht. China sei ein Risikofaktor, jedoch sehe das DIW daraus "keine Belastung für das Wachstum in Deutschland in diesem Jahr", betonte Fratzscher.

Quelle: n-tv.de

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