Wirtschaft
Lloyd Blankfein: ein Banker, der "Gottes Werk" verrichtet und sich offen für die Homo-Ehe einsetzt.
Lloyd Blankfein: ein Banker, der "Gottes Werk" verrichtet und sich offen für die Homo-Ehe einsetzt.(Foto: REUTERS)

Goldman Sachs verliert Kunden: Blankfein wirbt für Homosexuelle

Goldman-Sachs-Chef Blankfein tritt offen für die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen ein. Diese "Charme-Offensive", die auch das angeknackste Image der Investmentbank aufpolieren soll, polarisiert. Nicht alle Kunden der Bank teilen Blankfeins Einstellung.

Das Engagement des umstrittenen Goldman-Sachs-Chefs Lloyd Blankfein für die Gleichberechtigung von Homosexuellen hat Auswirkungen auf die Geschäfte der US-Investmentbank: Mindestens ein Kunde der Vermögensverwaltung habe seine Geschäftsbeziehung mit Goldman Sachs deswegen beendet, sagte Blankfein auf einer Veranstaltung zur Rolle der Wall Street bei der Durchsetzung der Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen. "Ich will den Namen des Kunden nicht nennen, aber Sie wären nicht überrascht", fügte er hinzu.

Blankfein hat sich im vergangenen Jahr offen etwa für die Legalisierung von Ehen gleichgeschlechtlicher Partner eingesetzt und eine entsprechende Forderung an die Regierung des Bundesstaates New York mit unterzeichnet. Außerdem ist der 57-jährige Sprecher der Human Rights Campaign, die sich für die Gleichberechtigung Homosexueller einsetzt. Als Geschäftsmann und Unternehmensführer sei er an einer heterogenen und talentierten Belegschaft interessiert, als Mensch an der Durchsetzung von Menschenrechten, begründete der Bankchef sein Engagement.

Die häufigeren öffentlichen Auftritte von Blankfein und anderer Goldman-Sachs-Manager sind Teil einer Charme-Offensive der traditionell eher zugeknöpften Investmentbank, um ihr Image aufzupolieren. Zuletzt hatte ein ehemaliger Mitarbeiter in einem Gastbeitrag in der "New York Times" die Kultur der Bank als"giftig und destruktiv" bezeichnet. Blankfein wiederum hatte sich selbst als Banker bezeichnet, der "Gottes Werk" verrichte.

Quelle: n-tv.de

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