Wirtschaft
King of Wall Street: Bank of America-Chef Brian Moynihan.
King of Wall Street: Bank of America-Chef Brian Moynihan.(Foto: REUTERS)

Wall Street lässt sich nicht lumpen : BoA-Chef verdient deutlich mehr

Die Bankenbranche gehört zu den meistgescholtenen. Doch ihre Protagonisten, insbesondere in den USA, schöpfen weiter aus dem Vollen. Allen voran BoA-Chef Moynihan. Doch wen wundert's? Haben die Finanzinstitute im vergangenen Jahr doch überraschend gut verdient.

2011 noch durchaus übliche Proteste: "Make Wall Street Banks Pay" neben einem Conterfei von Moynihan.
2011 noch durchaus übliche Proteste: "Make Wall Street Banks Pay" neben einem Conterfei von Moynihan.(Foto: REUTERS)

Der Chef der Bank of America hat im vergangenen Jahr 12,1 Millionen Dollar verdient. Damit dürfte er damit einer der bestbezahlten Manager der Wall Street sein. Wie aus einer Meldung des zweitgrößten US-Instituts an die Behörden hervorging, stieg die Vergütung von Brian Moynihan gegenüber dem Vorjahr um 73 Prozent.

Das Geldhaus brachte im vergangenen Jahr eine Reihe von Gerichtsverfahren im  Zusammenhang mit der Finanzkrise hinter sich. Die Aktie der Bank kletterte 2012 um 109 Prozent und entwickelte sich damit besser als alle anderen Werte aus dem Dow-Jones-Index. Auch wenn die Bilanz unter einer Reihe von Altlasten litt. Das operative Ergebnis lief solide.

Viele andere US-Top-Banker können sich im Gegensatz zu Moynihan nicht über höhere Vergütungen für 2012 freuen, auch wenn die Banken insgesamt gut verdient haben. Morgan-Stanley-Chef James Gorman verdiente mit 9,75 Millionen Dollar sieben Prozent weniger. JP Morgan-Chef Jamie Dimon strich nach einer Halbierung seines Boni "nur" noch 11,5 Millionen ein. Im Vorjahr waren es noch 21,5 Millionen Dollar gewesen. Die größte Bank der USA hatte für 2012 mit einem satten Gewinnsprung aufgewartet.

Beobachter stellen fest, dass in der Branche ein Umdenken stattgefunden hat. Die Branchenaufsicht tritt schon lange dafür ein, Bonuszahlungen zu kürzen.  Kritiker versprechen sich von der stattfindenden "Bonus-Revolution", dass Finanzmarktgeschäfte in Zukunft längerfristig geplant werden. Das riskante, kurzfristig orientierte Geschäftsgebaren hatte die Branche in den vergangenen Jahren an den Rand des Zusammenbruchs gebracht.

Quelle: n-tv.de

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