Dreamliner am laufenden BandBoeing kurbelt die Produktion an

Nach den branchenüblichen Anlaufschwierigkeiten kommt der US-Flugzeugbauer mit seinem neuen Flaggschiff voran: In den Sommermonaten kann der Airbus-Konkurrent ein volles Dutzend neuer Maschinen vom Typ 787 an die wartende Kundschaft übergeben.
Der Airbus-Rivale Boeing hat die Zahl seiner Auslieferungen beim Langstreckenflieger 787 "Dreamliner" zuletzt verdoppelt. Im dritten Quartal seien zwölf der verbrauchsärmeren Maschinen ausgeliefert worden, teilte der US-Konzern mit. Im Quartal zuvor hatte der Flugzeugbauer nur sechs Maschinen an Kunden übergeben können.
Boeing hat nach Angaben des Luftfahrt-Analysten Russell Solomon bislang mehr als 70 Maschinen des Typs gebaut, aber erst 26 ausgeliefert. Bei vielen der Maschinen mussten nach seinen Worten nachträglich Änderungen vorgenommen werden, nachdem die Maschinen die Montagehallen bereits verlassen hatten.
Ein Jet weniger als im Frühjahr
Über die gesamte Modellpalette hinweg lieferte Boeing im dritten Quartal 149 Maschinen aus, nach 150 im zweiten Quartal und 137 im ersten Quartal.
Unter Aktionären löste die Nachricht keine Zuversicht aus: Boeing-Aktien notierten im späten US-Handel des Vorabends in einem freundlichen Marktumfeld unverändert.
Mit dem Dreamliner steht der US-Luftfahrtkonzern in direkter Konkurrenz zum europäischen Rivalen Airbus, der im Segment der spritsparenden Langstreckenflieger mit Verzögerungen beim neuen A350 kämpft.