Mittwoch, 21. Oktober 2009
Kunden warten auf den Dreamliner: Boeing schreibt rote Zahlen
Der erste Langstreckenflieger vom Typ "Dreamliner" soll Ende 2010 ausgeliefert werden.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Die Probleme bei der Entwicklung der beiden neuen Flugzeugmodelle 787 und 747-8 kommen Boeing teuer zu stehen: Der US-Konzern verbuchte im vergangenen Quartal wegen der hohen Sonderausgaben einen überraschend großen Verlust von netto 1,6 Mrd. US-Dollar. Vor einem Jahr hatte Boeing noch 695 Mio. Dollar verdient.
Der Konzern kappte seine Geschäftsprognosen für das Gesamtjahr, bekräftigte jedoch sein Ziel, den Hoffnungsträger 787 noch in diesem Jahr zum Jungfernflug starten zu lassen. Den Kunden will Boeing die ersten Dreamliner am Jahresende 2010 ausliefern.
Boeing verbuchte die Kosten für die ersten drei 787-Testmaschinen sowie die Aufwendungen für die 747 in sein Entwicklungsbudget, das deshalb im Gesamtjahr 2009 voraussichtlich auf fast sieben Mrd. Dollar anschwellen wird - fast doppelt so viel wie bislang veranschlagt. Die Gewinnprognose für 2009 senkte der EADS-Konkurrent deshalb drastisch auf nur noch 1,35 bis 1,55 Dollar Gewinn je Anteilsschein. Zuvor hatte er noch 4,70 bis 5 Dollar angepeilt.
Beim Umsatz rechnet Boeing im Gesamtjahr nach wie vor mit 68 bis 69 Mrd. US-Dollar, nachdem der Konzern hier im dritten Quartal eine Steigerung von neun Prozent auf 16,9 Mrd. US-Dollar verbuchen konnte. Allerdings wurde der Umsatz im Vergleichsquartal von einem längeren Streik belastet. Die Zahlen fielen allesamt schlechter aus als von Experten erwartet.
rts/dpa
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