Wirtschaft
Flugzeuge vom Typ Dreamliner bei der Montage in der Boeing-Werft in Everett
Flugzeuge vom Typ Dreamliner bei der Montage in der Boeing-Werft in Everett(Foto: dpa)

"Keine Strafversetzung": Boeing tauscht Dreamliner-Chefingenieur aus

Überhitzte Lithium-Ionen-Akkus, kaputte Peilsender, defekte Kerosinpumpen und brennende Flugzeuge: Die noch junge Geschichte des neuen Boeing-Spitzenmodells 787 Dreamliner ist eine von Pleiten, Pech und Pannen. Der Flugzeugbauer zieht nun die Konsequenzen und versetzt den Chefingenieur des Prestigefliegers.

Nach der Pannenserie beim Dreamliner tauscht Boeing den Chefingenieur des Prestigefliegers aus. Mike Sinnett wechselt auf den Posten des Vizepräsidenten für die Produktentwicklung, wie der US-Flugzeugbauer in einer Mitteilung an die Beschäftigten bekanntgab. Die Zuständigkeit für den 787 Dreamliner übernimmt Bob Whittington, bislang Chefingenieur für das Modell 777.

Die Umbesetzung ist Teil einer größeren Personalrochade, die insgesamt fünf Spitzenkräfte der Sparte Verkehrsflugzeuge betrifft. Ziel sei es, die Kompetenzen der Manager zu erweitern. Ein Konzernsprecher ergänzte, es handele sich "nicht um eine Strafversetzung."

Der Dreamliner musste wegen Batterieproblemen monatelang am Boden bleiben. Weil sich Lithium-Ionen-Akkus in mehreren Fällen überhitzten und es in zwei Maschinen zu einem Brand kam, hatten die Behörden die Starterlaubnis für die weltweit ausgelieferten 50 Flugzeuge Anfang des Jahres entzogen.

Erst seit Mai kann der Airbus-Rivale sein neues Langstreckenflugzeug wieder ausliefern. Seither kam es allerdings zu neuen Zwischenfällen, bei denen die vom US-Industriekonzern Honeywell gelieferten Peilsender betroffen waren. Zudem gab es in einer Maschine Probleme mit der Kerosinpumpe.

Quelle: n-tv.de

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