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Boeings neuestes Werk: der Dreamliner. Bei der Produktion muss der Hersteller momentan allerdings noch Geld drauflegen.
Boeings neuestes Werk: der Dreamliner. Bei der Produktion muss der Hersteller momentan allerdings noch Geld drauflegen.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Rekordumsatz 2014: Boeing will Airbus endgültig davonfliegen

Boeing hat ein Rekordjahr hinter sich und will sich 2015 noch weiter steigern. Dann will der US-Flugzeugbauer seinen Konkurrenten Airbus - bei den Neubestellungen noch vorn - endgültig hinter sich lassen. Ein Sorgenkind haben jedoch beide Konzerne.

Der Flugzeugbauer Boeing schwingt sich nach Rekorden im vergangenen Jahr zu neuen Höhen auf. 2015 sollen Produktion, Umsatz und Gewinn auf neue Höchststände klettern, wie der US-Konzern ankündigte. Seinen europäischen Rivalen Airbus ließ Boeing schon 2014 weit hinter sich. Nur bei den Neubestellungen konnten die Europäer die Amerikaner abhängen.

Das darbende Rüstungsgeschäft macht allerdings beiden Unternehmen zu schaffen. Unter dem Strich steigerte Boeing seinen Gewinn im vergangenen Jahr um knapp ein Fünftel auf fast 5,5 Milliarden Dollar (4,9 Milliarden Euro). Der Umsatz legte um fünf Prozent auf 90,8 Milliarden Dollar zu.

Die weiter hochlaufende Produktion des jüngsten Boeing-Langstreckenjets 787 "Dreamliner" ließ die Gesamtzahl der Flugzeug-Auslieferungen auf 723 Maschinen anschwellen. Dabei verließen allein 114 Exemplare des "Dreamliners" die Werkshallen. Bei dem Modell legt Boeing aber weiterhin Geld drauf.

2600 feste Bestellungen für 737

Während sich der modernisierte Jumbo-Jet 747-8 wie andere Riesenflugzeuge nur schleppend verkauft, boomt das Geschäft mit den Mittelstreckenjets. Für die spritsparende Neuauflage 737-MAX, die 2017 erstmals ausgeliefert werden soll, hat Boeing inzwischen mehr als 2600 Festbestellungen eingesammelt.

Im laufenden Jahr will Konzernchef Jim McNerney die Produktion weiter ankurbeln. Insgesamt sollen 750 bis 755 neue Verkehrsjets den Weg zu den Kunden finden. Das sind voraussichtlich über 100 mehr als beim europäischen Konkurrenten Airbus, der für 2015 lediglich mehr als die 629 Auslieferungen aus dem Vorjahr verspricht.

Rüstungsgeschäft hinkt

Airbus hatte seinen jüngsten Langstreckenjet A350 im Dezember erstmals ausgeliefert und fährt die Produktion nur schrittweise hoch. Unterdessen peilt Boeing-Chef McNerney für das laufende Jahr einen weiteren Gewinn- und Umsatzsprung an. Die Erlöse sollen auf 94,5 bis 96,5 Milliarden Dollar klettern. Für den Gewinn je Aktie hat er eine Steigerung von zuletzt 7,38 Dollar auf 8,10 bis 8,30 Dollar im Auge.

Unterdessen kämpft Boeing im Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft mit rückläufigen Umsätzen. Während die Verkehrsflugzeugsparte ihre Erlöse zuletzt um 13 Prozent auf fast 60 Milliarden Dollar steigerte, sank der Umsatz in der Verteidigungs- und Raumfahrtsparte um 7 Prozent auf knapp 31 Milliarden Dollar. Für 2015 peilt das Management nur noch um die 30 Milliarden Dollar an.

Rivale Airbus baut sein Rüstungsgeschäft wegen der schwierigen Auftragslage um: Parallel schlägt sich das Management mit Problemen beim Militärtransporter A400M und fehlenden Neuaufträgen für den Kampfjet Eurofighter herum.

Quelle: n-tv.de

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