"Tankerkrieg" gegen EADSBoeing zieht Iran-Karte
Im Gezerre um den Tankflugzeug-Auftrag der US-Luftwaffe wird mit harten Bandagen gekämpft. Boeing wird nun politisch und wirft dem Konkurrenten EADS Geschäfte mit dem Iran vor.
Der Flugzeugbauer Boeing verschärft im Ringen um den milliardenschweren Tankflugzeug-Auftrag in den USA den Ton. Der Konzern warf seinem europäischen Rivalen EADS vor, Geschäfte mit dem international geächteten Iran angestrebt zu haben.
Die Nordamerika-Tochter der Airbus-Mutter "tätigt weiterhin Geschäfte mit Ländern, die der USA nicht freundlich gesinnt sind", sagte Boeings Vizepräsident für Regierungsbeziehungen, Timothy Keating. Der Manager führte Bemühungen von EADS an, die darauf abgezielt hätten, ein oder mehrere Produkte auf einer Luftfahrtmesse in Teheran zu vertreiben.
Die US-Regierung dürfe bei der Vergabe des Auftrags die nationalen Sicherheitsinteressen nicht außer acht lassen, mahnte Keating. Boeing und EADS liefern sich derzeit das inzwischen dritte Bieterrennen um den Bau von Tankflugzeugen im Volumen von rund 35 Milliarden Dollar.