Wirtschaft
Bosch hatte bereits 2015 Rückstellungen für diverse Rechtskosten - unter anderem aus dem Dieselskandal -  getroffen.
Bosch hatte bereits 2015 Rückstellungen für diverse Rechtskosten - unter anderem aus dem Dieselskandal - getroffen.(Foto: picture alliance / dpa)
Mittwoch, 01. Februar 2017

"Diesel-Gate"-Software mitentwickelt: Bosch schließt Millionenvergleich in den USA

Nicht nur VW muss sich in den USA vor Gericht wegen der Abgasmanipulation an Diesel-Fahrzeugen verantworten. Auch Bosch ist im Visier der Ermittler. Der Zulieferer vereinbart nun einen Vergleich mit Zivilklägern.

Bosch hat im Abgasskandal mit Zivilklägern eine Vergleichsvereinbarung in den USA erzielt. Die Vereinbarung betreffe 2,0-Liter- und 3,0-Liter-Fahrzeuge der Marken Volkswagen, Audi und Porsche, teilt der Autozulieferer mit. Bosch zahle dabei 327,5 Millionen US-Dollar (rund 304 Millionen Euro). Bezirksrichter Charles R. Breyer muss den Vergleich noch absegnen. Eine endgültige Einigung sei Anfang Mai möglich.

Mit der Vergleichsvereinbarung erkenne das Unternehmen weder den von den Klägern vorgetragenen Sachverhalt an, noch räume Bosch Schuld ein. Bosch hatte bereits im Jahr 2015 insgesamt 650 Millionen Euro für diverse Rechtskosten zurückgelegt.

Die Schwaben haben Komponenten der Motorelektronik betroffener VW-Fahrzeuge entwickelt und sollen, so die Vorwürfe, frühzeitig von den Manipulationen gewusst haben. Die Einigung würde den Angaben zufolge "den überwiegenden Anteil" der Zivilverfahren gegen das Unternehmen in den USA beilegen. Die Entscheidung, den Vergleich zu schließen, sei "nach sorgfältiger Abwägung aller Gesichtspunkte" gefallen, erklärte Bosch-Chef Volkmar Denner.

Quelle: n-tv.de

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