Wirtschaft
RWE sieht 30.000 Arbeitsplätze in Gefahr.
RWE sieht 30.000 Arbeitsplätze in Gefahr.(Foto: imago/Westend61)

Geplante CO2-Abgabe: Braunkohle-Aus kostet 30.000 Jobs bei RWE

Die Bundesregierung will die Erfüllung der Klimaziele ehrgeiziger verfolgen und plant eine neue CO2-Abgabe. Die versetzt nun den Energieriesen RWE in Angst: Das Unternehmen sieht die Braunkohle in Gefahr, zehntausende Arbeitsplätze stünden auf der Kippe.

RWE sieht die Zukunft der Braunkohle in Deutschland in Gefahr. Die Vorschläge der Bundesregierung für eine neue CO2-Abgabe für alte Kraftwerke leite "bereits kurzfristig den Ausstieg aus der gesamten Braunkohle" ein, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns.

Die Bundesregierung plant, den Stromversorgern ab 2017 höhere Abgaben für den CO2-Ausstoß aufzuerlegen, um die deutschen Klimaziele zu erreichen. Die Regelung soll allerdings nur Kraftwerke betreffen, die älter als 20 Jahre sind. Das geht aus einem Eckpunktepapier des Wirtschaftsministeriums hervor.

Die geplante Abgabe würde RWE mit seinen alten Braunkohlekraftwerken besonders stark treffen. "Nicht nur Kraftwerke, sondern auch die angeschlossenen Tagebaue und Betriebe müssten stillgelegt werden", heißt es in der RWE-Mitteilung. "Die Restrukturierungskosten für die betroffenen Unternehmen gingen in die Milliarden." Mindestens 30.000 Arbeitsplätze stünden auf dem Spiel.

RWE hat laut einer Sprecherin Braunkohlekraftwerke mit einer Kapazität von 10 Gigawatt. Die Anlagen steuerten im Jahr 2013 rund ein Viertel der Stromproduktion des Konzerns bei. Der zweite große Betreiber von Braunkohlekraftwerken in Deutschland ist Vattenfall. Der schwedische Konzern sucht derzeit nach einem Käufer für seine Anlagen in Ostdeutschland.

Quelle: n-tv.de

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