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Für 20 Mrd. Dollar will AB Inbev Grupo Modelo und deren Biermarke Corona schlucken.
Für 20 Mrd. Dollar will AB Inbev Grupo Modelo und deren Biermarke Corona schlucken.(Foto: picture alliance / dpa)

USA blockieren Milliardendeal: "Bud" darf nicht mit "Corona"

Anheuser-Busch Inbev ist bereits der größte Brauereikonzern der Welt. Die Markenvielfalt reicht von "Bud" über "Beck's" bis zu "Stella Artois". Mit der Übernahme der mexikanischen Grupo Modelo will sich der Riese auch noch "Corona" sichern. Die US-Wettbewerbshüter schieben diesem Vorhaben erst einmal einen Riegel vor.

"Bud", "Beck's" und "Corona": Die 20 Mrd. Dollar schwere Übernahme des mexikanischen Bierbrauers Grupo Modelo durch den Branchenprimus Anheuser-Busch InBev gerät ins Stocken. Die US-Wettbewerbshüter fürchten, dass die amerikanischen Verbraucher dann mehr fürs Bier zahlen müssen. Das Justizministerium hat deshalb Klage vor dem US-Bezirksgericht von Washington eingereicht, um das Vorhaben zu stoppen. InBev erklärte in einer ersten Reaktion, die Übernahme vor Gericht zu verteidigen. "Wir sind uns unserer Position sicher."

Der Wettbewerb würde unter dem Zusammenschluss leiden, begründete Bill Baer, Chef der zuständigen Abteilung im Justizministerium, die Blockade. Denn Modelo habe sich üblicherweise nicht an den von InBev angestoßenen Preissteigerungen beteiligt. Zusammen würden die zwei Firmen nach Umsatz 46 Prozent des US-Biermarkts beherrschen, rechnete das Ministerium vor. Die Nummer zwei, MillerCoors, kommt auf 29 Prozent.

Markenportfolio prall gefüllt

Das mexikanische "Corona" sowie das amerikanische "Bud Light" aus dem Hause InBev gehören zu den beliebtesten Bieren des Landes. Weitere Marken des belgischen Brauriesen sind "Beck's" und "Stella Artois", die ebenfalls erfolgreich in den USA vertrieben werden. In Deutschland ist InBev die Nummer zwei im Biermarkt. Hierzulande gehören auch noch "Hasseröder", "Löwenbräu" oder "Franziskaner" dazu.

InBev hatte im vergangenen Sommer sein Übernahmeangebot vorgelegt. Dem Konzern gehört bereits mehr als die Hälfte an den Mexikanern, nun wollen sie auch die restlichen Anteile aufkaufen. Die mexikanischen Kartellwächter hatten bereits grünes Licht gegeben.

Das Nein der US-Wettbewerbshüter bedeutet zwar nicht automatisch das Aus für die Fusion. Doch das bevorstehende Gerichtsverfahren wird die Übernahme auf jeden Fall verzögern. InBev geht nun nicht mehr davon aus, das Geschäft wie geplant bis Ende März abschließen zu können. Die Anleger reagieren, der Kurs der InBev-Aktie fiel um mehr als 6 Prozent.

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Quelle: n-tv.de

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