Wirtschaft
Einen McMuffin bitte - aber ohne Bacon. Warren Buffett denkt auch beim Frühstück an das richtige Investment.
Einen McMuffin bitte - aber ohne Bacon. Warren Buffett denkt auch beim Frühstück an das richtige Investment.(Foto: Youtube)
Freitag, 13. Januar 2017

Am Bacon gespart: Buffett erklärt Investment mit Frühstück

Börsen-Guru Warren Buffett sorgt mit seinem Frühstück für Erstaunen. Nicht, weil der Multi-Milliardär bei McDonald's speist. Sondern vielmehr, weil er dabei gleich einen Anlagetipp mitliefert. Allerdings eher subtil.

Warren Buffett, einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten, steht mit seinem Auto am Drive-Thru-Schalter von McDonald's. "Ich bekomme einen Sausage McMuffin mit einem Ei und Käse", sagt er. Eine Angestellte reicht ihm eine Papiertüte ins Auto. Buffett erklärt: "3,17 US-Dollar kostet ein Brötchen mit Bacon, Ei und Käse. Die Börse ist im Minus, daher denke ich, ich verzichte auf die 3,17 US-Dollar und nehme die 2,95 Dollar." Also kein Bacon für Buffett. Er richtet seine Frühstücksbestellung nach der Marktlage aus, suggeriert diese Szene aus einem neuen Dokumentarfilm über das Börsen-Orakel.

Kann das sein? Nicht, dass der drittreichste Mann des Planeten bei McDonald's frühstückt, sondern, dass er dazu rät, zu sparen, wenn der Aktienmarkt schwächelt? Buffett hat mit Aktien ein Vermögen gemacht. Vielleicht sollte man seinem Rat folgen?

Buffetts Ironie unterstreicht seine Strategie

Es klingt zunächst logisch: Die Aktienkurse sind im Minus, man spart, um sein Geld in günstige Aktien zu investieren. So hat der Anleger am Ende mehr für den Ruhestand. Aber genau das hat Buffett nicht gemeint, erklärt Mitch Tuchman von Marketwatch.org. Im Gegenteil.

Denn Buffetts Kommentar "die Börse ist im Minus" sei vielmehr ein Witz, schreibt Tuchman. Er solle illustrieren, wie die meisten Anleger am Markt agieren - nämlich mit Blick auf kurzfristige Entwicklungen. Dies aber sei auch der Grund, warum so viele Anleger damit scheitern, langfristige Gewinne einzufahren.

Unterstrichen wird dies von einer Daten-Übersicht, welche die Investmentbank JP Morgan veröffentlicht hat: Aus ihr geht hervor, dass der durschnittliche Anleger weit hinter den Gewinn-Potenzialen des Marktes zurückliegt. Während etwa der wichtige US-Index S&P 500, der die 500 größten Unternehmen der USA abbildet, zwischen 1996 und 2015 jährlich um durchschnittlich 8,2 Prozent an Wert gewonnen hat, lag das Depot des Durchschnitts-Anlegers im selben Zeitraum nur 2,1 Prozent im Plus.

Erfolg gibt ihm recht

Der Ulk von Buffett wird verständlich, wenn man seine überaus erfolgreiche Strategie bedenkt: Er setzt als Investor vor allem auf Aktien von Unternehmen mit einem langfristigen Anlagehorizont. Zudem interessiert sich Buffett wenig für Marktlagen, sondern eher für die Qualität der Firmen, deren Aktien er erwirbt. Daher rät Buffett Anlegern auch, Marktschwankungen zu ignorieren und sich auf die langfristige Entwicklung zu fokussieren.

Der Erfolg gibt ihm recht: Die Aktie von Berkshire Hathaway hat sich in den vergangenen 50 Jahren äußerst positiv entwickelt. Angefangen von 19 US-Dollar im Jahr 1964 bis auf derzeit rund 244.000 US-Dollar (Stand Januer 2016). Das ist eine Wertsteigerung um sagenhafte 1.284.110 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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