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TLG-Geschäftshaus am Berliner Alexanderplatz.
TLG-Geschäftshaus am Berliner Alexanderplatz.(Foto: picture alliance / dpa)

Größter Immobiliendeal 2012: Bund ist TLG vollständig los

Fast 1,6 Milliarden Euro bekommt die Bundesrepublik für die Immobiliengesellschaft TLG. Käufer der ostdeutschen Treuhand-Altlast ist der Finanzinvestor Lone Star. Zu seinen weiteren Plänen mit der Gesellschaft lässt Lone Star nichts verlauten.

Der Bund hat kurz vor Jahresende den Verkauf seiner milliardenschweren Immobiliengesellschaft TLG perfekt gemacht. Der Gewerbeteil aus Büros, Einzelhandelsflächen und Pflegeheimen geht für 1,1 Milliarden Euro inklusive Schulden an den Finanzinvestor Lone Star, wie das Finanzministerium mitteilte.

Bereits im November hatte der Hamburger Immobilienkonzern TAG für knapp eine halbe Milliarde Euro den Zuschlag für die gut 11.000 Wohnungen der TLG bekommen. Damit kann Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nun einen Schlussstrich unter die größte Privatisierung seit fünf Jahren ziehen. Ein erster Versuch war auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 gescheitert.

"Die gegenwärtige Marktsituation war aus Sicht des Bundes ein idealer Zeitpunkt für den Verkauf der TLG Gruppe", erklärte Schäuble. Mit einem Verkaufsvolumen von insgesamt knapp 1,6 Milliarden Euro ist die TLG die mit Abstand größte Immobilientransaktion in Deutschland in diesem Jahr. Dem Bund fließt davon netto etwa die Hälfte zu. Der Rest sind Schulden der TLG-Einheiten, die für die jeweiligen Erwerber Teil des Kaufpreises sind. Das Geld kommt nach Angaben aus Regierungskreisen aber erst 2013 im Bundeshaushalt an. Schäuble sprach von einem "guten Erlös im Sinne der Steuerzahler". Der Bund trage keinerlei Finanzierungsrisiken.

Bunt gemischtes Portfolio

Die ostdeutsche TLG, eine Altlast der Treuhand, ist profitabel. 2011 hatte sie ein Rekordergebnis von 41 Millionen Euro eingefahren. Die Aufspaltung der Bestände in Wohnen und Gewerbe hatte sich von Anfang an abgezeichnet. Der Bund erhoffte sich dadurch, einen größeren Interessentenkreis anzulocken. Der Verkauf wurde von der Investmentbank Barclays betreut.

Lone Star ist sehr immobilienaffin und hierzulande schon lange kein Unbekannter mehr: Ihm gehören mit der Mittelstandsbank IKB und den beiden Immobilienfinanzierern DHB und Corealcredit gleich drei Finanzinstitute.

Ein strategischer Investor war für die Gewerbeimmobilien der TLG nach Angaben aus Finanzkreisen nicht im Rennen. Das dürfte auch daran liegen, dass das Portfolio bunt gemischt ist. Es umfasst 780 Objekte. Restaurants, Veranstaltungsräume und Ladenflächen gehören ebenso dazu wie Büros und Pflegeheime. In der Branche wird weithin erwartet, dass Lone Star den Bestand schnell bereinigt und viele Immobilien verkauft. Der Finanzinvestor selbst äußerte sich zu seinen Plänen nicht.

Quelle: n-tv.de

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