Wirtschaft
(Foto: picture alliance / dpa)

Schwache Exportnachfrage: Bundesbank: Kaum Wachstumsimpulse

Die deutsche Wirtschaft hat im Sommer an Tempo verloren - und dies wird sich 2015 nicht mehr ändern. Vor allem aus dem Ausland kommen kaum Impulse. Das aber soll im kommenden Jahr wieder anders aussehen. Die Hoffnungen ruhen auf Brasilien und Russland.

Die Deutsche Bundesbank rechnet nicht mit einer Beschleunigung des Wirtschaftswachstums zum Jahresende. Sie begründet das mit der schwachen Exportnachfrage nach deutschen Industriegütern aus Drittländern. Für das kommende Jahr erwartet die Bundesbank ein wieder stärkeres Weltwirtschaftswachstum, weil die Rezessionen in Brasilien und Russland abflauen sollten.

"Das leicht verringerte Expansionstempo der deutschen Wirtschaft im Sommer könnte auch im Jahresschlussquartal 2015 anhalten", heißt es im aktuellen Monatsbericht für November. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im dritten Quartal um 0,3 Prozent gestiegen, nachdem es im zweiten Quartal um 0,4 Prozent zugelegt hatte.

Keine neuen Impulse für Industrie

Die Bundesbank geht davon aus, dass für die Industriekonjunktur bis zum Jahresende kaum Impulse zu erwarten sind. "Der starke Rückgang der Bestellungen vor allem aus Drittstaaten im Sommer deutet darauf hin, dass die Schwäche der Industriekonjunktur bis zum Jahresschluss anhalten und das Exportgeschäft ebenfalls nicht in Schwung kommen wird."

Dies dürfte sich laut Bundesbank weiterhin in einer Investitionszurückhaltung der Unternehmen zeigen. Weiterhin recht zuversichtliche kurzfristige Export- und Produktionserwartungen sprechen nach ihrer Einschätzung jedoch für eine grundsätzlich robuste Einschätzung der Industriekonjunktur.

"Mit dem Abklingen der scharfen Rezessionen in Russland und Brasilien ist aus heutiger Sicht wieder eine Festigung des globalen Wachstums im nächsten Jahr zu erwarten", kalkuliert die Bundesbank.

Trotz der Wachstumsabschwächung geht sie davon aus, dass die Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten "im oberen Bereich des als normal anzusehenden Korridors" liegt. Das spräche für einen zunehmenden Inflationsdruck beziehungsweise Investitionen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen