Wirtschaft
Burger King will Yi-Ko die Verwendung das Firmenlogos sowie Produktbezeichnungen untersagen lassen.
Burger King will Yi-Ko die Verwendung das Firmenlogos sowie Produktbezeichnungen untersagen lassen.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 21. November 2014

Konflikt mit Franchisenehmer: Burger King erwirkt einstweilige Verfügung

Gegen den in Ungnade gefallenen Franchisenehmer fährt Burger King schwere Geschütze auf: Eine einstweilige Verfügung soll Yi-Ko das Recht auf Nutzung des Markennamens entziehen. Zugleich sucht die Fast-Food-Kette bereits nach Nachfolge-Betreibern.

Die Schnellrestaurant-Kette Burger King will ihrem Franchise-Partner Yi-Ko die Nutzung der Marke gerichtlich verbieten lassen. "Wir können bestätigen, dass wir eine einstweilige Verfügung beim Landgericht München beantragt haben, und dass das Landgericht diese antragsgemäß heute erlassen hat", sagte ein Unternehmenssprecher. Der Interimsgeschäftsführer von Yi-Ko, Dieter Stummel, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Das Landgericht München wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

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Nach dem Wirbel um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen hatte Burger King die Verträge mit dem größten deutschen Lizenznehmer Yi-Ko Holding fristlos gekündigt. Yi-Ko betreibt 89 Filialen mit insgesamt rund 3000 Beschäftigten, die seither um ihre Jobs bangen. Mit der Einstweiligen Verfügung will die Fast-Food-Kette durchsetzen, dass Yi-Ko das Firmenlogo von Burger King sowie Produktbezeichnungen nicht mehr nutzen darf.

Suche nach Nachfolger

Eine einstweilige Verfügung werde allerdings erst wirksam, wenn sie zugestellt sei, sagte der Burger-King-Sprecher. Sie stelle nur eine vorläufige Entscheidung dar, "diese kann durch Rechtsmittel angefochten werden". Zugleich arbeite man "intensiv daran, diese Restaurants in eine neue Eigentümer- und Management-Struktur überführen zu können". Details ließ der Sprecher offen. Dem Vernehmen nach soll es aber bereits Interessenten geben.

Weil die Restaurants ab heute nicht mehr von Burger King beliefert werden sollten, dürften ihnen die Waren sehr bald ausgehen. Noch gebe es aber keine Meldungen über Schließungen, sagte Gastronomieexperte Guido Zeitler von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Er forderte Burger King und Yi-Ko auf, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Diese könnte auch sein, dass ein Investor ins Boot geholt werde. Im Falle einer Schließung müsse mit einer Insolvenz von Yi-Ko gerechnet werden. Dies könne allerdings auch eine Chance sein: Ein Insolvenzverwalter könne nach Lösungen suchen, Löhne und Gehälter wären vorerst gesichert, sagte Zeitler.

Quelle: n-tv.de

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