Wirtschaft
Der Gründer des Internetportal BuzzFeed, Jonah Peretti, hat hehre Ziele.
Der Gründer des Internetportal BuzzFeed, Jonah Peretti, hat hehre Ziele.(Foto: picture alliance / dpa)

Vor Deutschland-Start: Buzzfeed bekommt Geld für Themenvielfalt

Das derzeit rasant wachsende US-Portal für Online-Phänomene "Buzzfeed" will im Herbst auch in Deutschland durchstarten. Für neue Angebote gibt es nun eine Geldspritze - der Ausbau der Videoproduktion ist dabei nur eines.

Die Webseite Buzzfeed hat kurz vor dem Sprung nach Deutschland noch einmal Geld von Investoren eingesammelt. Das Unternehmen erhielt 50 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) von den bekannten Risiko-Kapitalgebern Andreessen Horowitz, wie die "New York Times" berichtete. Buzzfeed wolle mit dem Geld zusätzliche Themenschwerpunkte auf die Seite bringen und eine eigene Technologie-Förderung aufbauen.

Außerdem soll künftig die Videoproduktion gestärkt werden. Laut "Nieman Journalism Lab" wird bei Buzzfeed derzeit auch eifrig an einer neuen App gearbeitet - diese soll, so wird Buzzfeed-Chefredakteur Ben Smith zitiert, den Menschen eine Orientierungshilfe im täglichen Nachrichten-Chaos in den sozialen Netzwerken sein.

Katzenvideos und Nachrichten-Mix

Buzzfeed wurde 2006 gegründet und plant für den Herbst einen Ableger in Deutschland. Gründungs-Chefredakteurin soll Juliane Leopold werden, ehemalige  Social-Media-Redakteurin bei der "Zeit". Sie soll laut Medienberichten einer fünfköpfigen Redaktion vorstehen, die ihren Sitz in Berlin haben soll. Die Webseite ist spezialisiert auf Listen mit vielen Fotos, die sich oft wie im Lauffeuer durch Online-Netzwerke verbreiten (aktuelles Beispiel: "11 Pitbulls, die im Herzen freundliche Hippies sind"). Auch Katzenvideos zählen zu den Aushängeschildern der Plattform.

Neben Unterhaltung und Internetkultur gibt es aber immer häufiger ernsthafte Nachrichtenberichterstattung, etwa über Krisen im Nahen Osten oder die Ebola-Epidemie. Mehr als 200 Menschen arbeiteten in der Redaktion von Buzzfeed, schrieb Investor Chris Dixon. Buzzfeed setze stark auf eigene Technologie zur Erstellung und Verbreitung seiner Inhalte, schrieb er.

Zukünftig sollen außerdem 20 Mitarbeiter Inhalte allein für Online-Netzwerke wie den Fotodienst Instagram oder die Blog-Plattform Tumblr erstellen, berichtete die "New York Times". "Wir organisieren uns als Medienhaus so, wie Menschen heute Medien konsumieren", sagte Mitgründer Jonah Peretti der Zeitung.

Quelle: n-tv.de

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