"Kraft"meierCadbury bleibt bei "No"
Kraft will Cadbury. Aber der britische Schokoladenhersteller ziert sich noch. Bisher konnte auch die mehrfache Anhebung des Baranteils Cadbury nicht umstimmen.
Der britische Süßwarenhersteller Cadbury hat das feindliche Übernahmeangebot des US-Nahrungsmittelherstellers Kraft Foods zum zweiten Mal formell zurückgewiesen und auf das gute eigene Ergebnis im Jahr 2009 verwiesen. "Das Angebot von Kraft ist heute sogar noch unattraktiver als im Dezember, als Kraft sein formelles Angebot vorlegte", erklärte Cadbury-Chairmann Roger Carr. Die Cadbury-Ergebnisse 2009 lägen über den kürzlich angepassten Erwartungen, heißt es weiter. Zudem gehe Cadbury mit Schwung in das Jahr 2010.
Wie Cadbury weiter mitteilte, stieg der Absatz im vergangenen Jahr um 5 Prozent. Die operative Marge konnte um 155 Basispunkte auf 13,5 Prozent des Umsatzes gesteigert werden. Beide Kennziffern seien währungsbereinigt, hieß es weiter. Bisher hatte Cadbury ein Margenwachstum von mindestens 135 Basispunkten angestrebt. Für 2010 strebt Cabury ein Wachstum beim Umsatz in der Spanne zwischen 5% und 7 Prozent an, erklärte Cadbury-CEO Todd Sitzer.
In der vergangenen Woche hatte Kraft die Barkomponente seines Gebots für Cadbury erhöht. Kraft Foods Inc will demnach den Cadbury-Aktionären nun zusätzlich 60 Pence je Aktie und 240 Pence für die American Deposit Shares (ADS) anbieten. Darüber hinaus bietet Kraft 0,2589 neue Kraft-Aktien für jede Cadbury-Aktie. Zudem wurde die Frist zur Annahme des Angebots bis zum 2. Februar verlängert.