Wirtschaft
Nach Bekanntwerden des Verschwindes des Finanzvorstands rauschte die Ultrasonic-Aktie in den Keller.
Nach Bekanntwerden des Verschwindes des Finanzvorstands rauschte die Ultrasonic-Aktie in den Keller.(Foto: Twitter)

Skandal bei Schuhhersteller: Chef und Geld sind weg

Aufregung beim chinesischen Schuhhersteller Ultrasonic: der Chef ist nicht auffindbar - und mit ihm auch die Firmenkasse. Ultrasonic hat in Deutschland eine Holdinggesellschaft. Diese kann ihren Zahlungsverpflichtungen noch nachkommen.

Beim chinesischen Schuhhersteller Ultrasonic, der seit drei Jahren an der Frankfurter Börse notiert ist, sind die Firmenkasse und der Chef verschwunden. Der Finanzvorstand des Unternehmens erklärte, dass der ganz überwiegende Teil der liquiden Mittel, sowohl auf der China- als auch auf der Hongkong-Ebene, transferiert worden sei und sich nicht mehr im Einflussbereich des Unternehmens befinde. Zudem habe er den CEO sowie den COO seit dem Wochenende nicht mehr erreichen können.

Angesichts der drastischen Mitteilung rauschte die Aktie des Unternehmens an der Börse in Frankfurt in den Keller. Das Papier gab knapp 72 Prozent ab und beendete den Handel bei 1,80 Euro.

Die Kölner Ultrasonic AG ist die deutsche Holdinggesellschaft der chinesischen Ultrasonic Gruppe. Der Konzern produziert und vertreibt selbst Schuhe. Die Produktionsanlagen befinden sich in der chinesischen Provinz Fujian. Im Jahr 2012 hat die Gruppe einen Vorsteuergewinn von 41,8 Millionen bei einem Umsatz von 149,0 Millionen Euro erzielt. Ultrasonic beschäftigt etwa 1450 Mitarbeiter.

Laut Finanzvorstand Chi Kwong Clifford Chan verfüge die deutsche Holding AG noch über einen größeren sechsstelligen Euro-Betrag. Deshalb könne die Gesellschaft derzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Der Manager und der Aufsichtsrat seien im Gespräch mit Behörden und Geschäftspartnern und arbeiteten daran, weitere Informationen zu erhalten, um die Situation aufzuklären.

Quelle: n-tv.de

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