Volle Kraft vorausChefwechsel bei Rheinmetall

Rheinmetall ist Deutschlands größter Rüstungskonzern und steht vor einem Umbau. Das Kerngeschäft rückt in den Fokus und soll durch einen Generationenwechsel in der Führung begleitet werden. Analysten werten diesen Schritt positiv.
Rheinmetall bekommt Anfang 2013 eine neue Führungsspitze. Nachfolger von Konzernchef Klaus Eberhardt wird Armin Papperger, der im Vorstand von Deutschlands größtem Rüstungshersteller derzeit die Rüstungssparte verantwortet, teilte Rheinmetall mit. Eberhardt, der seit 13 Jahren Vorstandsvorsitzender ist, trete dann in den Ruhestand.
Die Geschäfte mit gepanzerten Fahrzeugen, Flugabwehrsystemen, Waffen und Munition rücken bei dem Düsseldorfer Konzern perspektivisch in den Mittelpunkt: Die Autosparte KSPG soll bis Ende Juni 2012 an die Börse geführt werden. Rheinmetall wird zunächst noch mehrheitlich an der KSPG AG (früher Kolbenschmidt Pierburg) beteiligt bleiben. Beabsichtigt ist, schrittweise die Kontrolle abzugeben.
Zufriedene Analysten
Neben dem Vorstandsvorsitz wird auch das Amt des Finanzvorstandes aus den Reihen der Rüstungssparte neu besetzt. Helmut Merch, der bislang Finanzchef der Rüstungssparte ist, wird ab 2013 auf der Konzernebene diese Funktion ausüben. Er wird Nachfolger von Herbert Müller, der auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausscheide.
Der Vorstandswechsel bei Rheinmetall stößt bei Analysten auf Zustimmung. "Papperger hat einen recht guten Ruf. Die Entscheidung ist somit nicht nachteilig", sagte der Experte. Rheinmetall-Papiere verloren in einem schwachen Marktumfeld mehr als 3 Prozent und notierten knapp über 37 Euro.